Google Ads - optimale Kampagneneinstellungen

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Bist du dir unsicher, welche Google Ads Kampagneneinstellungen wirklich wichtig sind – und ob du sie sauber gesetzt hast?

Dann bist du nicht allein. Genau dort liegen in vielen Konten noch ziemlich unterschätzte Hebel. Nicht immer die großen, offensichtlichen Dinge wie Budget oder Keyword-Set – sondern oft eher die unscheinbaren Einstellungen, die entweder unnötige Kosten verursachen oder Potenzial verschenken.

Genau deshalb widme ich mich in diesem Artikel den wichtigen Google Ads Kampagneneinstellungen

Wir gehen sie Schritt für Schritt durch – und ich zeige dir vor allem die Punkte, die in der Praxis wirklich einen Unterschied machen können.

Also nicht einfach nur „wo finde ich was?“, sondern: Welche Einstellungen lohnen sich wirklich, worauf solltest du achten und wo liegen typische Fehler?

Du kannst dir den Beitrag sehr gern auch als Podcastfolge anhören: 


Google Ads Kampagneneinstellungen




Google Ads Kampagneneinstellungen – die wichtigsten Hebel

Was ist in den Einstellungen wirklich wichtig?

  • Marketingziel: Das ist keine zwingende Einstellung, aber sie beeinflusst oft, welche Vorschläge, Setups und Kampagnentypen Google dir im Erstellungsprozess besonders stark nahelegt.

    Ich würde das deshalb nicht überdramatisieren – aber eben auch nicht komplett ignorieren. Wenn du Leads, Verkäufe oder Website-Traffic sauber als Ziel auswählst, kann das den Setup-Prozess in die richtige Richtung schieben. Die eigentliche Musik spielt später trotzdem in Zielvorhaben, Gebotsstrategie und Kampagnenlogik.

  • Werbenetzwerke: Das ist eine der Einstellungen, die ich in Audits besonders oft prüfe.
    Bei klassischen Suchkampagnen solltest du sauber unterscheiden zwischen Google-Suche und den Suchnetzwerk-Partnern.
    Die Partner können zusätzliche Reichweite bringen – aber eben nicht automatisch gute Performance. Deshalb: nicht blind aktiv lassen, sondern regelmäßig auswerten.
    Tipp: Das geht sehr einfach über Kampagnenübersicht > Segment > Netzwerk (mit Suchpartnern).

    Und ganz wichtig: Bei einer normalen Suchkampagne solltest du nicht einfach nebenbei auch noch das Google Displaynetzwerk einbeziehen. Das ist fast immer eine schlechte Idee, weil Suchintention und Display-Logik komplett unterschiedlich sind.

  • Standorte: Viele arbeiten hier zu grob. Natürlich kannst du einfach „Deutschland“ hinzufügen und gut ist. Aber häufig lohnt es sich, etwas sauberer zu denken.
    Wenn du Länder, Bundesländer, Städte oder auch Umkreise einzeln anlegst, bekommst du später deutlich bessere Auswertungsmöglichkeiten.

    Gerade bei regionalem Bezug – zum Beispiel Werkstatt, Filiale, lokaler Dienstleister oder Standortvertrieb – ist die Umkreisfunktion oft ziemlich stark.

    Tipp: Ab dem Moment, in dem du Standorte sauber aufsetzt, kannst du später im Reiter Standorte sehr gut sehen, was wirklich performt – und darauf mit Gebotsanpassungen oder Ausschlüssen reagieren.

  • Standortoptionen: Bitte nicht einfach übersehen.
    Diese kleine, unscheinbare Zusatzoption ist in vielen Konten eine echte Streuverlust-Falle.
    Wenn du bei „Ziel“ zu offen targetierst, erreichst du im Zweifel auch Leute, die sich nur für den Ort interessieren, dort gelegentlich sind oder in irgendeiner Form Bezug dazu haben – ohne dort wirklich physisch präsent zu sein.

    In sehr vielen Fällen ist die Einstellung „Präsenz“ die sauberere Wahl. Gerade dann, wenn du wirklich nur die Menschen vor Ort erreichen willst.

  • Sprachen: Klingt simpel, ist aber in der Praxis nicht ganz so trivial.
    Wichtig zu wissen: Die Spracheinstellung bezieht sich nicht nur starr auf die Oberfläche des Nutzers, sondern Google versucht über mehrere Signale einzuordnen, welche Sprache jemand wahrscheinlich versteht.

    Das bedeutet auch: Ein Nutzer kann durchaus Anzeigen in einer anderen Sprache sehen, wenn Google der Meinung ist, dass die Person diese Sprache versteht.

    Und noch etwas Wichtiges: Du kannst die Performance später nicht einfach sauber „nach Sprache“ aufdröseln, wie viele sich das vorstellen.
    Wenn du Sprachen wirklich getrennt auswerten möchtest, ist es meist sinnvoller, die Kampagnen dafür zu spiegeln und je Sprache getrennt aufzusetzen.

  • Gebote: Welche Einstellung du hier wählen solltest, hängt stark von deinem Ziel, deinem Tracking und deiner Datenbasis ab. Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
    Ich würde hier nie mit einer pauschalen „immer Ziel-CPA“ oder „immer Klicks maximieren“-Empfehlung arbeiten.
    Wenn du das Thema tiefer aufdröseln willst, dann schau gern in diesen Artikel oder in meine Online-Kurse.

  • Zielvorhaben: Extrem wichtig – und in vielen Konten immer noch nicht sauber gesetzt.
    Wenn du mehrere Conversion-Aktionen im Konto hast, solltest du unbedingt prüfen, welche davon für welche Kampagne wirklich relevant sind.

    Beispiel: Ein Lead, ein Kauf, ein PDF-Download und ein Seitenaufruf sind eben nicht automatisch für jede Kampagne gleich wichtig.

    Gerade wenn du Gebotsstrategien nutzt, ist diese Einstellung enorm mächtig. Denn hier legst du fest, auf welche Conversion-Arten die jeweilige Kampagne überhaupt optimieren soll.

  • Anzeigenrotation: Auch das wird oft übersehen.
    Grundsätzlich hast du weiterhin die Wahl zwischen Optimieren und Nicht optimieren.

    Optimieren ist in vielen Fällen die sinnvollere Standardeinstellung – vor allem dann, wenn du Google stärker in Richtung Leistung gewichten lassen möchtest.

    Nicht optimieren kann sinnvoll sein, wenn du wirklich bewusst Anzeigen gegeneinander testen willst und dafür eine gleichmäßigere Verteilung brauchst.

    Wichtig ist aber: Viele reden von „sauberem A/B-Test“, lassen dann aber schwache Anzeigen wochenlang mitlaufen. Dann verlierst du unnötig Klicks und möglicherweise auch Conversion-Potenzial.

  • Einstellung für dynamische Suchanzeigen: Wenn du DSA nutzen willst, gibst du hier deine Domain an und legst die Basis dafür, dass Google deine Website als Quelle für dynamische Suchanzeigen nutzt.
    Das ist die Grundlage, um DSA als dynamische Anzeigengruppe einzusetzen.

    Gerade bei größeren Websites, Longtail-Themen oder als Ergänzung zu bestehenden Suchkampagnen kann das ein ziemlich spannender Hebel sein.

  • Wertregeln: Das ist eine Funktion, die aus meiner Sicht noch viel zu selten genutzt wird.
    Du kannst damit den Wert von Conversions je nach Gerät, Standort oder Zielgruppe anpassen.

    Das ist besonders spannend, wenn du weißt, dass bestimmte Nutzersegmente, Regionen oder Geräte zwar ähnlich viele Conversions bringen, diese für dein Geschäft aber unterschiedlich wertvoll sind.

    Dann hilfst du dem Gebotsalgorithmus, wirtschaftlich besser zu priorisieren.

  • Ausschluss von IP-Adressen: Kein riesiger Hebel in jedem Konto, aber im Einzelfall sehr sinnvoll.
    Zum Beispiel, wenn du dein eigenes Firmennetzwerk ausschließen möchtest oder feste IPs kennst, über die unnötige Aufrufe entstehen.
    Das ist kein Wundermittel – aber manchmal ein sauberer kleiner Schutz gegen unnötige Klicks und Kosten.
  • Separater Menüpunkt „Werbezeitplaner“: Ebenfalls sehr mächtig.
    Du kannst damit nicht nur Zeiten definieren, in denen deine Anzeigen gar nicht laufen sollen, sondern auch je nach Strategie Gebote zu bestimmten Tageszeiten oder Wochentagen hoch- und runterregeln.

    Das ist besonders spannend, wenn dein Geschäft stark an Öffnungszeiten, telefonische Erreichbarkeit oder B2B-Nutzungsverhalten gekoppelt ist.

  • Separater Menüpunkt: Tests
    Die Kampagnenentwürfe und Experimente sind aus meiner Sicht ein ziemlich starkes Werkzeug – viel stärker, als viele es nutzen.
    Damit kannst du zum Beispiel Gebotsstrategien, Einstellungen oder andere Änderungen auf einen Teil des Traffics testen, statt sofort das ganze Konto umzubauen.

    Genau deshalb habe ich den Kampagnenexperimenten einen eigenen Beitrag gewidmet.

Fazit Google Ads Kampagneneinstellungen

Wenn du mich fragst, auf welche Stellschrauben du zuerst schauen solltest, dann sind es vor allem diese drei:

  1. Werbenetzwerk
  2. Geräte
  3. Standorte

Und wenn du wirklich sauber optimieren willst: Nutze die Möglichkeit der Kampagnenentwürfe.

Denn viele Einstellungen wirken im Konto nicht dramatisch – bis man sie einmal bewusst testet.

Für Shopping- und Display-Kampagnen gibt es darüber hinaus noch weitere Spezialfälle und zusätzliche Einstellungen. Dazu findest du mehr in den jeweils verlinkten Artikeln.

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2 Kommentare

  • Hallo EnRiko,

    das kommt auf deine Standortausschlüsse an. Wenn du keine Ausschlüsse angegeben hast, dann kannst du die Einstellung so belassen.
    Hast du aber bspw. Deutschland ein- und Bayern ausgeschlossen, dann solltest du dringend auf “Nutzer in der von mir ausgeschlossenen Region” gehen – denn sonst kann es passieren, dass Google sehr viele Nutzer ausschließt, die sich aus Google-Sicht “für Bayern interessieren” – das kann grdsl. jeder Deutsche sein 😉

    LG
    Christoph
  • Unter dem Punkt “Standortoptionen” empfiehlst du die Einstellung “Nutzer in meiner Zielregion” statt der von AdWords als “empfohlen” ausgewiesenen Option. Gilt dies dann auch für Ausschlüsse oder sollte man hier die von AdWords als “empfohlen” gekennzeichnete Option nutzen? LG EnRiko

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