Nutzt du bereits die dynamischen Suchanzeigen?
Wenn du mit dem Begriff der dynamischen Suchanzeigen bisher noch nichts anfangen kannst, bekommst du hier zuerst eine kurze Einleitung.
Wenn du DSA bereits nutzt, springe gern direkt in die hinteren Kapitel.
Denn in diesem Beitrag geht es nicht nur um die Grundlagen, sondern auch um den zusätzlichen Einsatz mit Remarketing-Listen in Suchkampagnen.
Inhaltsverzeichnis
Dynamische Suchanzeigen – kurz DSA – sind eine sehr spannende Ergänzung zu klassischen keywordbasierten Suchkampagnen, vor allem bei:
Die Grundidee ist einfach: Google nutzt deine Website-Inhalte, um passende Suchanfragen zu erkennen und darauf basierend Anzeigen auszuliefern.
Du hinterlegst also nicht für jedes Keyword manuell ein Keyword-Set, sondern arbeitest mit deiner Website, deinen Seiteninhalten und optional auch mit einem Seiten-Feed.
Die Funktionsweise ist im Kern so: Kampagne anlegen, DSA aktivieren, Website-Domain festlegen, dynamische Anzeigenziele definieren und die Beschreibungstexte schreiben. Überschrift, finale URL und angezeigte URL werden dynamisch erzeugt.
Wichtig ist heute vor allem, dass deine Website sauber crawlbar ist, relevante Inhalte enthält und die Zielseiten technisch funktionieren. Dazu gehören zum Beispiel indexierbare Seiten, korrekte Statuscodes und eine klare thematische Struktur.
Früher wurde oft mit einer festen Mindestanzahl indexierter Seiten argumentiert. Ich würde das heute nicht mehr als harte Voraussetzung formulieren. In der Praxis gilt eher: Je mehr saubere, thematisch klare und für Google gut verständliche Seiten vorhanden sind, desto besser kann DSA arbeiten.
Tipp: Prüfe mit der Suchanfrage „site:deinedomain.de“ in Google, wie viele Seiten Google aktuell von deiner Website kennt. Noch sauberer ist die Kontrolle über die Google Search Console.
Du kannst DSA innerhalb einer Suchkampagne nutzen oder eine bestehende Suchkampagne um dynamische Anzeigengruppen ergänzen.
Aus meiner Sicht ist es in vielen Fällen sinnvoller, DSA als Ergänzung zu bestehenden keywordbasierten Kampagnen zu nutzen – statt komplett isoliert nur eine reine DSA-Kampagne aufzubauen.
So kannst du klassische Keywords und dynamische Reichweite besser zusammendenken und Suchanfragen später gezielter steuern.
In den Kampagneneinstellungen findest du die Einstellungen für dynamische Suchanzeigen.
Gib bei Domain eingeben deine Website-Domain an.
Die übrigen Kampagneneinstellungen nimmst du wie gewohnt vor: Tagesbudget, geografische Ausrichtung, Sprache, Gebotsstrategie und weitere Grundparameter. Danach kommst du zum nächsten Schritt – der Anzeigengruppe.
Unter Anzeigengruppentyp siehst du die Auswahl für dynamisch.
In diesem Schritt analysiert Google deine Domain und schlägt dir auf Basis des Inhalts passende Kategorien oder Zielbereiche vor.
Es kann sinnvoll sein, diese Kategorien einzeln zu targetieren – selbst dann, wenn du zunächst die gleichen Beschreibungstexte verwendest.
So hast du später die Möglichkeit, die Performance je Kategorie auszuwerten und Gebote differenzierter zu steuern.
Ganz wichtig: Häufig kann Google nicht alle Unterseiten deiner Website sauber in automatisch vorgeschlagene Kategorien einordnen. Deshalb solltest du auch prüfen, ob du zusätzlich den Bereich Alle Webseiten oder gezielt weitere URL-Bereiche beziehungsweise Seiten-Feeds nutzt.
Mit Hilfe der Checkboxen beziehungsweise des Pluszeichens fügst du die Anzeigenziele zur Anzeigengruppe hinzu und kannst auf der rechten Seite bereits ein Gebot setzen – sofern du nicht ohnehin mit einer automatischen Gebotsstrategie arbeitest.
Auf der Folgeseite legst du nun den Anzeigentext fest.
Aber warum sind es hier nur so wenige Felder?
Bei DSA brauchst du keine Ziel-URL und keine Überschrift manuell festzulegen. Google generiert Überschrift, finale URL und angezeigte URL dynamisch auf Basis deiner Seite und der Suchanfrage.
Du hinterlegst im Wesentlichen die Beschreibungstexte.
Deshalb ist es umso wichtiger, dass deine Seitentitel, Seiteninhalte und Zielseiten sauber gepflegt sind. Gerade bei DSA hängt die Qualität der Ausspielung stark von der Qualität deiner Website ab.
Wenn du die Beschreibung eingegeben und die Anzeige gespeichert hast, bist du mit dem Setup im Kern fertig.
Im Menüpunkt Dynamische Anzeigenziele kannst du jederzeit weitere URLs, Kategorien oder Zielbereiche ergänzen, deren Leistung überwachen und Gebote anpassen.
Vorteile dynamischer Suchanzeigen
DSA-Kampagnen eignen sich sehr gut für den Schnellstart, aber auch langfristig, um fortlaufend neue Suchanfragen und zusätzliche Keyword-Ideen für reguläre Suchkampagnen zu identifizieren.
Über den Menüpunkt Suchbegriffe findest du die Suchanfragen, die Google zur Ausspielung deiner Anzeigen veranlasst haben.
Dort siehst du wie gewohnt alle wichtigen KPIs wie Impressionen, Klicks, CTR, Kosten und auf Wunsch auch die Landingpage.
Sehr wertvoll ist dabei vor allem die Kombination aus Suchbegriff und tatsächlicher Zielseite.
So erkennst du nicht nur, wonach Nutzer gesucht haben, sondern auch, auf welche Seite Google die Nutzer geschickt hat.
Dafür kannst du in den Berichten die Kombination aus Suchbegriff + Landingpage auswählen.
Wie in anderen Suchanzeigengruppen kannst du auch hier den Reiter Zielgruppen beziehungsweise Zielgruppensegmente nutzen. Spannend wird der Einsatz vor allem dann, wenn du DSA bewusst mit deinen eigenen Daten kombinierst.
Du kannst also frühere Webseitenbesucher, Käufer, Bestandskunden oder andere Daten-Segmente hinzufügen und deren Performance auswerten.
Eine clevere Strategie kann sein, eine DSA-Struktur gezielt für Nutzer einzusetzen, die deine Website bereits kennen. So erschließt du zusätzliche generische oder Longtail-Suchanfragen nicht für komplett kalten Traffic, sondern nur für Nutzer mit bestehender Marken- oder Website-Nähe.
Je nachdem, wie du deine Segmente definierst, kannst du also Bestandskunden, Warenkorbabbrecher oder Besucher bestimmter Bereiche gezielter erneut ansprechen.
Hier kannst du Zielgruppenlisten hinzufügen oder bestehende bearbeiten und die Statistiken hierfür einsehen.
Mit der Einstellung „Ausrichtung“ targetierst du ausschließlich die ausgewählten Nutzersegmente. Mit „Beobachtung“ kannst du die Zielgruppen zunächst nur auswerten.
Wie oben erwähnt, kannst du wie in klassischen Suchkampagnen über den Punkt Suchbegriffe auch hier die tatsächlich auslösenden Begriffe einsehen.
Gerade dieser Bericht ist Gold wert, weil du hier siehst:
DSA eignen sich deshalb nicht nur zur Reichweitenerweiterung, sondern auch hervorragend als Research-Werkzeug für deine Suchstrategie.
Dynamische Suchanzeigen sind nach wie vor ein sehr spannender Hebel in Google Ads.
Sie eignen sich besonders dann, wenn du zusätzliche Longtail-Reichweite erschließen, neue Suchanfragen identifizieren oder große Website-Bereiche effizient abdecken möchtest.
Vor allem in Kombination mit sauberen Website-Inhalten, klaren Zielseiten, sinnvollen Ausschlüssen und gegebenenfalls eigenen Seiten-Feeds können DSA sehr gut funktionieren.
Auch in Verbindung mit Zielgruppensegmenten beziehungsweise Remarketing-Listen kann dieser Kampagnentyp sehr clever eingesetzt werden – zum Beispiel, um frühere Besucher erneut über thematisch passende Suchanfragen zu erreichen.
Wichtig ist nur: DSA sind kein Ersatz für eine gute Suchstrategie, sondern eine starke Ergänzung.
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du hast in den Kampagneneinstellungen exakt die gleiche Domain für dynamische Suchanzeigen angegeben wie auch in allen regulären Anzeigen in dieser Kampagne?
Hatte ich bislang noch nicht, daher vermute ich hast du wirklich eine Abweichung drin.
VG
Christoph
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