Wie viele Keywords pro Anzeigengruppe sind sinnvoll?

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Gibt es eine Empfehlung oder maximale Anzahl an Keywords pro Anzeigengruppe?

Und wie strukturierst du deine Anzeigen am besten so, dass möglichst viele relevante Menschen klicken – und im Idealfall auch kaufen oder anfragen? 

Diese Fragen beschäftigen viele in unserer Community und auch unsere Kunden. Denn eines ist klar: Wenn deine Keywords, Anzeigentexte und Zielseiten nicht zusammenpassen, werden deine Google Ads auf Dauer weder effizient noch profitabel laufen.

Deshalb erfährst du in diesem Artikel:

  • wie du relevante Keywords findest,
  • ob es eine maximale oder sinnvolle Anzahl an Keywords gibt,
  • warum Keywords, Anzeigen und Landingpages immer zusammenpassen müssen,
  • und wie du eine sinnvolle Struktur für deine Suchkampagnen aufbaust.

Keywords, Anzeigen und Zielseite müssen zueinander passen

Bei der Kampagnenerstellung legst du zunächst dein Budget, deine Gebotsstrategie, Standorte, Sprache und weitere Einstellungen fest.

Danach strukturierst du deine Kampagne in Anzeigengruppen.

Innerhalb dieser Anzeigengruppen definierst du, für welche Keywords deine Anzeige grundsätzlich relevant sein soll – und welche Werbebotschaft dazu passt.

Genau hier liegt der wichtigste Punkt: Eine Anzeigengruppe sollte immer ein klar abgegrenztes Thema oder eine Suchintention abbilden.

Du definierst also nicht für jedes einzelne Keyword eine komplett eigene Anzeige, sondern baust eine thematisch passende Gruppe aus:

  • ähnlichen Keywords,
  • einer dazu passenden Anzeige,
  • und einer dazu passenden Zielseite.

Google entscheidet dann in der Auktion, welche Anzeige ausgespielt wird und welches Keyword beziehungsweise welche Suchanfrage dabei am besten passt.

Heute läuft das in Suchkampagnen in der Regel über Responsive Search Ads. Das bedeutet: Du schreibst nicht mehr wie früher nur einen starren Text, sondern mehrere Headlines und Beschreibungen, aus denen Google die passendsten Kombinationen zusammensetzt.

Das ändert aber nichts an der Grundlogik: Wenn deine Keywords zu breit, unsauber oder thematisch gemischt sind, wird auch die beste Responsive Search Ad nicht wirklich präzise.

Sehen wir uns das am Beispiel eines Musikgeschäfts an

Stell dir vor, du verkaufst Musikinstrumente. Also zum Beispiel:

  • Blechblasinstrumente
  • Gitarren
  • Klaviere
  • Keyboards

Es würde keinen Sinn ergeben, dafür nur eine einzige Kampagne mit einer einzigen Anzeigengruppe anzulegen und dort alle Keywords rund um alle Instrumente zu sammeln.

Warum nicht?

Weil du dann nur sehr allgemeine Anzeigen schreiben könntest.

Und genau diese Allgemeinheit ist im Suchnetzwerk fast immer ein Problem.

Wenn jemand nach einer Akustikgitarre sucht und dann eine Anzeige sieht, in der nur ganz allgemein von Musikinstrumenten die Rede ist, wirkt diese Anzeige deutlich weniger relevant.

Die Folge:

  • geringere Klickrate,
  • schlechtere Relevanz,
  • schwächere Qualitätsfaktoren,
  • und am Ende oft höhere Klickpreise.

Mit einer sauberen Struktur wird die Anzahl der sinnvollen Keywords automatisch kleiner.

Denn ein Anzeigentext für Akustikgitarren ist eben nur für Keywords sinnvoll, die wirklich zu Akustikgitarren passen – und nicht für E-Gitarren, Klaviere oder Instrumente allgemein.

Gibt es eine maximale Anzahl an Keywords pro Anzeigengruppe?

Technisch gibt es in Google Ads sehr hohe Kontolimits. Die eigentliche Praxisfrage ist aber nicht, was technisch möglich ist, sondern was sinnvoll ist.

Und genau hier ist die Antwort ziemlich klar:

Es gibt keine „perfekte“ feste Anzahl an Keywords pro Anzeigengruppe – aber es gibt sehr wohl eine sinnvolle Größenordnung.

Als grobe Orientierung kannst du dir merken:

  • sehr enge Anzeigengruppen liegen oft eher im Bereich von 5 bis 15 Keywords,
  • in vielen Fällen sind 10 bis 20 Keywords gut handhabbar,
  • und ab einer größeren Menge steigt oft das Risiko, dass die Gruppe thematisch zu breit wird.

Die entscheidende Frage ist also nicht:

„Wie viele Keywords darf ich maximal einbuchen?“

Sondern:

„Kann ich für diese Keywords noch eine wirklich präzise Anzeige und eine passende Zielseite bauen?“

Wenn die Antwort irgendwann „nein“ lautet, ist die Gruppe zu breit geworden.

Wann sind es zu viele Keywords?

Zu viele Keywords hast du immer dann, wenn du die gemeinsame Suchintention nicht mehr sauber in einer Anzeigengruppe abbilden kannst.

Ein paar typische Warnsignale:

  • Deine Anzeige wird automatisch allgemeiner.
  • Die Keywords haben unterschiedliche Kaufabsichten.
  • Die Keywords bräuchten eigentlich unterschiedliche Landingpages.
  • Du kannst die Vorteile nicht mehr sauber auf den Punkt bringen.
  • Die Suchanfragen driften thematisch auseinander.

Dann ist es fast immer besser, die Gruppe zu splitten.

Ein einfaches Beispiel: „Akustikgitarre“

Angenommen, du willst eine Anzeigengruppe für das Thema Akustikgitarre bauen.

Dann könnten sinnvolle Keywords zum Beispiel sein:

  • Akustikgitarre
  • Akustikgitarre kaufen
  • gute Akustikgitarre
  • günstige Akustikgitarre
  • Akustikgitarre Empfehlung
  • akustische Gitarre
  • Akustikgitarre Preis
  • Akustikgitarre für Anfänger

Diese Keywords haben alle einen klaren inhaltlichen Bezug.

Dafür kannst du eine Anzeige schreiben, die sehr sauber auf das Thema einzahlt – und du kannst die Nutzer auf eine passende Kategorie oder Produktseite rund um Akustikgitarren schicken.

Wenn du jetzt zusätzlich sehr allgemeine Keywords wie Gitarre oder Musikinstrumente in dieselbe Gruppe nimmst, wird es sofort unpräziser.

Denn „Gitarre“ kann vieles bedeuten:

  • E-Gitarre
  • Akustikgitarre
  • Konzertgitarre
  • Kindergitarre

Und genau deshalb gehört dieses Keyword meist in eine andere, allgemeinere oder separat strukturierte Gruppe.

Die wichtigste Denkweise: Nicht in Keywords, sondern in Suchintentionen denken

Viele bauen Anzeigengruppen immer noch so auf, als ginge es nur darum, möglichst viele Variationen eines Begriffs abzudecken.

Der bessere Weg ist heute: Denke zuerst in Suchintentionen.

Frage dich also:

  • Was will der Nutzer wirklich?
  • Wie konkret ist seine Suche?
  • Will er kaufen, vergleichen, sich informieren oder erst einmal stöbern?

Wenn du diese Suchintention sauber verstehst, ergibt sich die Struktur oft fast von allein.

Zum Beispiel:

  • „Akustikgitarre kaufen“ ist deutlich kaufnäher
  • „Akustikgitarre Test“ ist eher informationsorientiert
  • „Akustikgitarre Anfänger“ kann zwischen Beratung und Kauf schwanken

Je nach Geschäftsmodell kann es also sinnvoll sein, diese Suchmuster gemeinsam oder getrennt zu strukturieren.

Mit dem Google Ads Keyword Planer relevante Keywords finden

Wenn du relevante Keywords suchst, ist der Google Ads Keyword Planer nach wie vor ein sehr nützliches Werkzeug.

Damit kannst du unter anderem:

  • neue Keyword-Ideen finden,
  • Suchvolumen einschätzen,
  • Trends erkennen,
  • und erste thematische Cluster bilden.

Wichtig ist aber: Nutze den Keyword Planer nicht einfach nur als Sammelmaschine für möglichst viele Begriffe.

Die bessere Vorgehensweise ist:

  1. Starte mit deinem eigentlichen Angebot.
  2. Suche passende Begriffe mit klarer Relevanz.
  3. Sortiere die Keywords nach Suchintention und Zielseite.
  4. Streiche alles, was zwar Reichweite bringt, aber nicht wirklich passt.

Die besten Anzeigengruppen entstehen meist nicht aus maximaler Masse, sondern aus guter Auswahl.

Überlege dir zuerst die Zielseite – nicht erst zum Schluss

Ein sehr hilfreicher Weg für viele Kunden ist dieser:

Starte nicht mit den Keywords, sondern mit deinen wichtigsten Zielseiten.

Schau dir deine Website an und frage dich:

  • Welche Kategorien hast du?
  • Welche Produkte oder Dienstleistungen haben eigene Unterseiten?
  • Welche Seiten sollen wirklich Traffic aus Google Ads bekommen?

Im Musikgeschäft wären das zum Beispiel:

  • Akustikgitarren
  • E-Gitarren
  • Klaviere
  • Keyboards
  • Trompeten

Jetzt wird die Struktur sehr viel einfacher:

  • eine Zielseite,
  • eine Suchintention,
  • dazu passende Keywords,
  • dazu passende Anzeigen.

So vermeidest du automatisch den Fehler, Nutzer mit Interesse an Klavieren auf eine Gitarren-Seite zu schicken oder eine zu allgemeine Anzeige für eine zu spezielle Suche zu schreiben.

Gerade dieser Weg hilft vielen unserer Kunden, eine klare und sinnvolle Struktur zu finden.

Praktisch funktioniert das sehr gut in einer Excel-Datei oder in einem Google Sheet:

  • Spalte 1: Zielseite
  • Spalte 2: Thema / Intention
  • Spalte 3: passende Keywords
  • Spalte 4: Anzeigenideen

Warum Keywords und Anzeigentext immer zusammenpassen müssen

Google bewertet deine Suchanzeigen nicht isoliert.

Es schaut sich unter anderem an:

  • wie gut Suchanfrage und Keyword zusammenpassen,
  • wie gut die Anzeige zur Suchanfrage passt,
  • und wie gut die Zielseite das Versprechen der Anzeige einlöst.

Das ist im Kern genau die Relevanzlogik, die am Ende auch in Qualitätsfaktor, Klickrate und Klickpreis hineinwirkt.

Wenn jemand nach Akustikgitarre kaufen sucht und deine Anzeige genau dieses Thema sauber aufgreift, ist die Chance auf einen Klick deutlich höher, als wenn dort nur allgemeiner Text über Musikinstrumente steht.

Und genau das ist der Grund, warum gute Struktur sich fast immer auszahlt.

Wie viele Anzeigen gehören in eine Anzeigengruppe?

Früher hat man oft mit mehreren klassischen Textanzeigen pro Anzeigengruppe gearbeitet.

Heute ist die Standardlogik im Suchnetzwerk die Responsive Search Ad.

Das heißt in der Praxis:

  • Mindestens eine RSA sollte in jeder Anzeigengruppe vorhanden sein.
  • In vielen Fällen reicht eine sehr gute RSA pro Anzeigengruppe völlig aus.
  • Wenn du testen willst, kannst du zusätzlich weitere RSAs anlegen – aber bitte nicht einfach nur leicht umgeschriebene Varianten ohne klare Testidee.

Entscheidend ist nicht die Menge der Anzeigen, sondern wie gut deine Headlines, Beschreibungen und Botschaften zur Suchintention passen.

Welche Struktur ist heute sinnvoller: sehr eng oder eher pragmatisch?

Früher wurde oft mit extrem engen SKAG-Strukturen gearbeitet – also einer Anzeigengruppe pro Keyword.

Das ist heute in vielen Konten nicht mehr automatisch der beste Weg.

Gerade mit modernen Match Types, Responsive Search Ads und Smart Bidding ist eine pragmatisch enge Themenstruktur oft sinnvoller als eine künstlich übertriebene Aufsplittung.

Heißt konkret:

  • Nicht alles in eine Gruppe werfen.
  • Aber auch nicht aus jedem einzelnen Keyword eine Mini-Struktur bauen, wenn Suchintention, Anzeige und Landingpage ohnehin identisch sind.

Die beste Struktur ist meist die, die eng genug für hohe Relevanz ist – aber nicht so kleinteilig, dass sie unnötig aufwendig und unübersichtlich wird.

Typische Fehler bei der Keyword-Struktur

Diese Fehler sehen wir besonders häufig:

  • zu viele unterschiedliche Themen in einer Anzeigengruppe,
  • zu allgemeine Keywords für eine zu spezielle Zielseite,
  • zu spezielle Keywords für eine sehr allgemeine Anzeige,
  • falsche Landingpages,
  • nur nach Suchvolumen statt nach Relevanz auswählen,
  • keine regelmäßige Auswertung der Suchbegriffe.

Gerade die Suchbegriffe solltest du regelmäßig prüfen. Denn dort siehst du, was Google tatsächlich ausliefert – und ob deine Struktur wirklich so funktioniert, wie du es geplant hast.

Fazit: Eine gute Struktur ist die Grundlage für Relevanz, bessere Klicks und bessere Qualitätsfaktoren

Google schaut sich sehr genau an,

  • wie relevant deine Anzeige zur Suchanfrage ist,
  • wie gut die Zielseite dazu passt,
  • und wie Nutzer auf diese Kombination reagieren.

Das bedeutet:

Mit passenden Keywords, relevanten Anzeigen und einer guten Zielseite steigen die Chancen auf Klicks und Conversions deutlich.

Und genau dadurch verbessern sich häufig auch Relevanz, Qualitätsfaktoren und langfristig oft sogar die Kosten.

Je sauberer du deine Struktur aufbaust, desto gezielter sprichst du die richtigen Menschen an.

Die wichtigste Antwort auf die Ausgangsfrage lautet deshalb:

Es gibt keine magische maximale Keyword-Anzahl pro Anzeigengruppe, die automatisch richtig ist.

Aber es gibt eine klare Regel:

Nur so viele Keywords, wie du noch sauber mit einer gemeinsamen Suchintention, einer relevanten Anzeige und einer passenden Zielseite abbilden kannst.

Verbrennen deine Ads nur Geld, weil sie nicht sauber strukturiert sind?

Dann sollten wir darüber sprechen.

Oft können wir schon in wenigen Minuten sehen, an welchen Stellen dein Setup zu breit, zu unpräzise oder schlicht nicht relevant genug aufgebaut ist.

Buche dir einfach einen Termin in unserem Kalender.

Danach bekommst du eine Bestätigung mit allen weiteren Infos, wie unser Gespräch abläuft.

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