Welche Branchen und Firmen fallen dir spontan ein, bei denen ein großer Teil des Geschäfts über das Telefon läuft?
Oder bei denen sich Interessenten zumindest ernsthaft telefonisch über Produkte und Dienstleistungen informieren?
Mir fallen aus bisheriger Erfahrung vor allem diese ein:
Und jetzt halte dir einmal vor Augen, wie klassisches Google Ads Conversion Tracking lange gedacht wurde:
Klick auf die Anzeige – Cookie wird gesetzt – Kauf oder Lead – Conversion wird gemessen.
Der Griff zum Handy oder Telefonhörer ist in dieser Logik ein klassischer Medienbruch.
Die Person klickt über Google Ads, ruft später an – und ohne vernünftiges Tracking ist die Information über Keyword, Anzeige oder Kampagne im Zweifel weg.
Genau deshalb solltest du dich mit Anruf-Conversions in Google Ads beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
Google Ads bietet dir mehrere Möglichkeiten, telefonische Kontakte als Conversion zu erfassen.
Die wichtigsten sind heute:
Die zweite und dritte Variante sind aus meiner Sicht die spannendsten – vor allem dann, wenn dein Geschäft nicht nur aus einem schnellen Klick-zu-Anruf besteht, sondern Beratung, längere Gespräche oder echte Lead-Qualität eine Rolle spielen.
Wenn du ein Anruf-Asset nutzt, kann in deinen Suchanzeigen zusätzlich eine Telefonnummer oder ein Anruf-Button erscheinen.
Auf dem Smartphone ist das natürlich besonders spannend, weil Nutzer direkt aus der Anzeige heraus anrufen können.
Wenn du dabei mit Anrufberichten arbeitest, wird nicht einfach nur deine normale Telefonnummer eingeblendet, sondern eine Google-Weiterleitungsrufnummer.
Diese liegt häufig im gleichen oder passenden Rufnummernkreis.
Warum dieser Zwischenschritt?
Ganz einfach: Nur so kann Google die Information aus der ursprünglichen Anzeige, dem Keyword und der Kampagne sauber mit dem Anruf verknüpfen.
Am besten legst du zuerst direkt in deinem Google Ads-Konto eine Anruf-Conversion an.
Genau an dieser Stelle solltest du nicht einfach irgendeinen Wert raten.
Überlege dir lieber sauber – gern gemeinsam mit Vertrieb, Hotline oder Callcenter – ab welcher Gesprächsdauer ein Anruf für euch wirklich relevant wird.
30 Sekunden? 60 Sekunden? 120 Sekunden?
Das hängt komplett von deinem Geschäft ab.

Das ist die klassische Variante.
Du hinterlegst auf Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene ein Anruf-Asset und misst Anrufe, die direkt aus der Anzeige heraus entstehen.
Früher hat man dazu oft noch „Anruferweiterung“ gesagt – inhaltlich ist die Logik ähnlich, die aktuelle Begrifflichkeit ist aber eben Anruf-Asset.
Das Setup ist relativ simpel.
Wenn du aber nicht nur eine Telefonnummer anzeigen, sondern echte Anruf-Conversions erfassen willst, solltest du mit Anrufberichten arbeiten. Dann nutzt Google die Weiterleitungsrufnummer und kann den Anruf messen.
Nutze über Erweiterte Optionen bei Bedarf außerdem die Anzeige nur zu bestimmten Uhrzeiten – zum Beispiel dann, wenn Hotline oder Vertrieb auch wirklich erreichbar sind.
Das ist aus meiner Sicht der spannendere Teil.
Und genau diese Funktion nutzen erstaunlich wenige.
Bei Anrufen aus Anzeigen versuchst du den Anruf direkt aus der Google-Suche heraus zu erzeugen.
In der Praxis klicken aber viele Nutzer zuerst auf die Anzeige, schauen sich die Website an, bauen Vertrauen auf – und suchen erst dann nach einer Telefonnummer.
Genau dafür sind Website Call Conversions gedacht.
Im Normalfall steht auf deiner Website ja deine ganz normale Telefonnummer. Wenn jemand aber über eine Google Ads-Anzeige kommt, kann Google diese Nummer dynamisch durch eine Weiterleitungsrufnummer ersetzen und den Anruf messen.
Die Einrichtung:
Zunächst solltest du die entsprechende Anruf-Conversion im Konto angelegt haben. Die Anleitung dazu findest du weiter oben.
Dann gibst du die Telefonnummer ein, die auf deiner Website ersetzt werden soll, und lässt dir das Snippet erstellen.
Im Anschluss musst du den Code auf deiner Website einbinden – beziehungsweise alternativ sauber über den Google Tag Manager lösen.
Ab diesem Moment sehen normale Besucher weiterhin deine Standardnummer.
Kommt jemand aber über eine Google Ads-Anzeige, kann Google die Nummer ersetzen und den Anruf messen.
Für viele Unternehmen ist das die reifste Lösung.
Warum? Weil nicht jeder lange Anruf automatisch ein guter Lead ist.
Wenn du mit einem externen Call-Tracking-System, einem CRM oder einem Telefonie-Tool arbeitest, kannst du Anrufdaten später auch importieren und so deutlich sauberer bewerten, welche Calls wirklich wertvoll waren.
Gerade im B2B, bei Sales-Teams oder bei hochwertigen Leads ist das oft stärker als nur eine Mindestdauer in Sekunden.
Wenn du das Ganze nicht direkt im Quellcode der Website einbauen willst, kannst du mit dem Google Tag Manager arbeiten.
Das ist meistens die sauberere Lösung – gerade wenn mehrere Tags, Änderungen und Personen im Spiel sind.
Wichtig ist dabei vor allem, dass die technische Grundlage stimmt.
Ein zentraler Baustein ist hier der Conversion Linker.
Wenn in deinem Geschäft relevante Leads, Beratungen oder Aufträge telefonisch entstehen, solltest du Anruf-Conversions auf jeden Fall mitdenken.
Nur auf Formular- oder Kauf-Conversions zu schauen, greift in vielen Branchen einfach zu kurz.
Besonders spannend wird es mit Website Call Conversions, weil du damit auch die Anrufe messen kannst, die erst nach dem Klick auf die Website entstehen.
Und wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, dann arbeitest du zusätzlich mit importierten Telefon-Conversions aus einem CRM- oder Call-Tracking-System.
So bekommst du nicht nur mehr Transparenz, sondern am Ende auch deutlich aussagekräftigere Werte zu Keywords, Kampagnen und CPA.
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kann es sein das unten noch ein paar Schritte fehlen - Abschnitt Tag Manager Einbindung? Ist es mit der Conversion Verknüpfung schon erledigt?
Danke & Gruß
Ralph
danke dir für deinen Kommentar.
Tatsächlich ist die simple Einrichtung der Anrufconversion über den Tag Manager hiermit schon getan. ;)
Viele Grüße
Christoph
kannst du auch die Variante erklären, wo man die Anrufe ohne der Google-Weiterleitungsnummer tracken kann? z.B. User kommt über die Anzeige, informiert sich auf der Webseite und sieht eine Telefonnummer. Das Angebot gefällt ihm und der klickt auf die Nummer und ruft dann automatisch an. Konnte bis jetzt keine klare Anleitung finden - wie du sie eigentlich machst :) großes Lob dazu! Habe was auch vom klickbasierten Trigger gelesen, verstehe aber nur Bahnhof. Auf eine detaillierte Anleitung würde ich mich freuen - Deine Anleitungen lassen keine Fragen offen.
Viele Grüße
danke dir ;)
Ohne Google-Weiterleitungsrufnummer kannst du es eigentlich nur mit einem "onclick"-Event (bspw. über Analytics) erreichen. Dann müsste die Rufnummer klickbar sein.
Meinst du so etwas?
Viele Grüße
Christoph
was ist eigentlich mit „Suche deine Telefonnummer im HTML-Text“ gemeint?
Es handelt sich um den letzten Screenshot dieses Artikels.
Danke im Voraus!
Gruß
damit ist gemeint, dass Google nach deiner Telefonnummer - die du bei der Konfiguration der Website Call Conversion angibst - sucht und ersetzt.
Damit er diese finden kann, sollte die Nummer genau so in Ads eingetragen werden wie sie auf deiner Webseite / Im HTML-Code (Seitenquelltext) zu finden ist.
Hilft dir das weiter?
Viele Grüße
Christoph
erst einmal vielen Dank für die tollen Anleitungen! Zu den Anruf Conversions habe ich eine Frage, die mir auch die Google-Hilfe (scheinbar) nicht beantworten konnte: In unserem Adwords-Konto ist unsere allgemeine Sammelrufnummer hinterlegt, auf der Homepage aber bei den einzelnen Produkten die jeweiligen Rufnummern der dafür zuständigen Mitarbeiter.
Kann ich nun den Tag für die Website-Calls einfach duplizieren um dann nur die Durchwahlen zu den Kollegen zu ändern? Oder muss auch jede Nummer in den Anruferweiterungen hinterlegt sein?
Viele Grüße
Christian
vielen Dank! ;)
Leider ist es nicht ganz so einfach und auch nicht möglich für mehrere (verschiedene) Nummern auf einer Seite "Website Call Conversions" zu verwenden. Die Weiterleitungsnummer würde automatisch für die Nummer, die als Anruferweiterung in der Anzeige genutzt wird, ausgespielt.
Ein nicht ganz praktischer Workaround wäre mehrere Seiten mit jeweils nur einer Nummer zu nutzen. Wenn du also z.B. auf Seite A Telefonnr. A und auf Seite B Telefonnr. B verwendest, müsstest du die Anzeigen, die auf Seite A führen auch die Anruferweiterungen für Nummer A verwenden und die Anzeigen mit dem Link zu Seite B auch die Anruferweiterung für Telefonnr. B.
Dann würde die jeweilige Nummer auf der Seite durch die Google Weiterleitungsnummer ersetzt werden.
Der Website Call Conversion Tag auf den Seiten kann dabei aber der selbe sein.
Ich weiß, das ist vermutlich auch gar nicht gewollt die Seite mit den Mitarbeitern aufzutrennen.
Vielleicht ist dann ein externer Anbieter wie https://www.matelso.de für dich interessant!?
Viele Grüße
Christoph
Was denkst du?