Du willst mit Google Ads starten, hast aber nur Budget und Zeit für eine einzige Kampagne. Dann stellt sich eine ganz konkrete Frage: Welche Kampagne bringt dir die besten Ergebnisse für den Einstieg?
In diesem Artikel bekommst du eine klare Antwort, abhängig von deinem Geschäftsmodell. Ich zeige dir, wann die Suchkampagne die richtige Wahl ist, wann Performance Max besser passt und worauf du beim Aufsetzen deiner ersten Kampagne achten solltest.
Die kurze Antwort: In den meisten Fällen ist die klassische Suchkampagne der beste Startpunkt. Sie erreicht Menschen genau in dem Moment, in dem sie aktiv nach deinem Angebot suchen, und du behältst die volle Kontrolle über dein Budget.
Es gibt aber zwei klare Ausnahmen. Wer einen Onlineshop betreibt, fährt meist mit Performance Max und einem Produktfeed besser. Und wer ein völlig neues Angebot hat, nach dem noch niemand sucht, braucht einen anderen Ansatz. Schauen wir uns die drei Fälle der Reihe nach an.
Wenn du das Thema lieber hörst, habe ich genau diese Frage auch in einer Podcast-Folge ausführlich besprochen:
Die Suchkampagne hat einen entscheidenden Vorteil: Sie spricht Menschen mit konkreter Absicht an. Wer "Steuerberater Berlin beauftragen" oder "Heizung reparieren lassen" eingibt, will nicht stöbern, sondern hat ein konkretes Bedürfnis. Genau diese Menschen sind für dein Geschäft wertvoll.
Vier Gründe sprechen für den Start mit der Suche.
Klare Kaufabsicht: Du erreichst Nutzer kurz vor der Entscheidung, nicht in der reinen Inspirationsphase.
Volle Kontrolle über die Keywords: Du bietest gezielt auf die Begriffe, die für dein Geschäft Umsatz bringen. Eine einfache Methode, sie zu finden: Frag deine bestehenden Kunden, was sie bei Google eingeben würden, um dich zu finden.
Gute Kosten-Nutzen-Balance: Mit den richtigen Keyword-Optionen wie Wortgruppe oder genau passend hältst du Streuverluste klein und gibst dein Budget nur für relevante Suchen aus.
Messbarkeit: Mit sauberem Conversion-Tracking siehst du genau, welche Keywords und Anzeigen Aufträge bringen. Auf dieser Basis kann Smart Bidding deine Kampagne automatisch in die richtige Richtung optimieren.
Für Dienstleister und für Produkte mit klarer, bestehender Nachfrage ist die Suchkampagne damit fast immer der richtige Einstieg.
Wenn du einen Onlineshop hast, sieht die Sache anders aus. Hier ist Performance Max mit einem angebundenen Produktfeed meist die stärkere Wahl.
Der Grund: Performance Max zeigt deine Produkte mit Bild, Preis und Anbieternamen direkt in den Suchergebnissen, im Shopping-Bereich, auf YouTube, im Display-Netzwerk und in weiteren Google-Flächen. Das System spielt deine Produkte automatisch dort aus, wo die Conversion-Wahrscheinlichkeit am höchsten ist.
Ein wichtiger Hinweis zur Einordnung: Die klassische, eigenständige Shopping-Kampagne, wie es sie früher gab, ist heute weitgehend in Performance Max aufgegangen. Wer im E-Commerce mit einer Kampagne startet, landet deshalb in der Regel bei Performance Max mit Produktfeed, nicht bei einer separaten Shopping-Kampagne.
Performance Max ist also nicht nur etwas für Nischen oder unbekannte Produkte, sondern der Standard-Einstieg für E-Commerce mit bestehender Nachfrage.
Es gibt einen dritten Fall: Du hast ein innovatives oder sehr spezielles Angebot, nach dem schlicht noch niemand aktiv sucht. Dann läuft eine Suchkampagne ins Leere, weil es kaum Suchanfragen gibt, auf die du bieten könntest.
Hier kann Performance Max ebenfalls helfen, weil es Nachfrage erzeugt, statt nur bestehende Nachfrage abzugreifen. Deine Anzeigen erscheinen dann auf YouTube, im Display-Netzwerk und in Discover, also dort, wo Menschen dein Angebot entdecken können, bevor sie selbst danach gesucht hätten.
An dieser Stelle eine ehrliche Einordnung aus der Praxis: Performance Max für reine Bedarfsweckung funktioniert vor allem dann gut, wenn du ein ausreichendes Budget, gute visuelle Assets und sauberes Tracking hast. Bei kleinen Budgets oder ohne ordentliche Datenbasis verbrennt Pmax in diesem Modus schnell Geld in Flächen, die nichts bringen. Wer wenig Budget hat und ein erklärungsbedürftiges Angebot, sollte deshalb gut abwägen, ob Google Ads überhaupt der richtige erste Kanal ist oder ob Bedarfsweckung zunächst über andere Wege günstiger gelingt.
Egal für welchen Typ du dich entscheidest, ein paar Grundlagen gelten für jeden Einstieg.
Für viele Branchen reichen 10 bis 20 Euro Tagesbudget zum Testen. In teuren Branchen mit hohen Klickpreisen, etwa Versicherungen, Baufinanzierung oder Anwälte, solltest du eher mit 50 bis 100 Euro täglich rechnen, weil sonst zu wenig Datenvolumen für sinnvolle Entscheidungen zustande kommt.
Das ist die wichtigste Grundlage überhaupt. Ohne Conversion-Tracking weiß weder du noch Google, welche Klicks zu Anfragen oder Käufen führen, und Smart Bidding kann nicht lernen. Tracke Anfragen, Käufe und Kontaktaufnahmen. Der Google Tag Manager hilft bei der Einrichtung.
Setze auf transaktionale Keywords, die eine konkrete Absicht signalisieren. "Steuerberater Berlin beauftragen" ist wertvoller als das generische "Steuerberater". Je konkreter die Absicht hinter dem Suchbegriff, desto eher wird aus dem Klick ein Auftrag.
Schau wöchentlich in deinen Suchbegriffsbericht, prüfe Klickpreise und Conversion-Rate und schließe irrelevante Suchbegriffe konsequent als negative Keywords aus. Gerade am Anfang lernst du dort am meisten über deine echte Zielgruppe.
Formuliere klare Anzeigentexte mit einem konkreten nächsten Schritt. Statt vager Versprechen lieber eindeutige Aussagen: ein konkreter Vorteil, ein klarer Call-to-Action, ein Grund, gerade jetzt zu klicken.
Zusammengefasst lässt sich die Entscheidung auf drei Fälle herunterbrechen.
Wenn du eine Dienstleistung oder ein Produkt mit bestehender Nachfrage anbietest, starte mit einer Suchkampagne. Sie ist messbar, steuerbar und holt Menschen mit klarer Absicht ab.
Wenn du einen Onlineshop betreibst, starte mit Performance Max und einem Produktfeed. Das ist heute der Standard-Einstieg für E-Commerce.
Wenn du ein neues, unbekanntes Angebot hast, nach dem noch niemand sucht, kann Performance Max zur Bedarfsweckung sinnvoll sein, aber nur mit ausreichendem Budget und sauberem Tracking. Bei knappen Mitteln solltest du hier genau abwägen.
Bei Master of Scaling fahren wir unser eigenes Marketing über Google Ads und Meta Ads. Wir geben aktuell selbst immer mehr Werbebudget aus. Aus dieser Erfahrung kann ich sagen: Der häufigste Fehler beim Einstieg ist nicht die Wahl des falschen Kampagnentyps, sondern fehlendes oder schlechtes Tracking. Wer ohne saubere Messung startet, fliegt blind, egal welchen Kampagnentyp er wählt.
Mein Rat für den Start lautet deshalb fast immer gleich: Fang klein an, miss sauber, optimiere regelmäßig. Lieber eine gut getrackte Suchkampagne mit kleinem Budget als drei aufwendige Kampagnen ohne verlässliche Datenbasis.
Die Frage "Welche Kampagne soll ich als Erstes starten?" hat keine pauschale Antwort, aber eine gut eingrenzbare. Für die meisten Dienstleister und für Produkte mit bestehender Nachfrage ist die Suchkampagne der beste Einstieg. Für Onlineshops ist es Performance Max mit Produktfeed. Und für völlig neue Angebote braucht es eine bewusste Entscheidung, ob Bedarfsweckung über Google Ads der richtige erste Schritt ist.
Was in allen Fällen gilt: klein starten, sauber tracken, laufend optimieren. Wer das beherzigt, baut sich von der ersten Kampagne an eine stabile Grundlage.
Wenn du dir nach diesem Artikel denkst "ich weiß nicht genau, welcher Kampagnentyp zu meinem Geschäft passt" oder "ich will nicht gleich am Anfang Budget verbrennen", schreib mir kurz über das Kontaktformular, wo du stehst. Ich melde mich dann persönlich bei dir.
Copyright 2026 Christoph Mohr | Alle Rechte vorbehalten | Informationen zum Datenschutz | Impressum | KI-Informationen
Dieses Blog basiert auf der Inbound Marketing-Plattform Chimpify
Was denkst du?