Sicher siehst du die Sternchen und Bewertungen oft in den Google-Suchergebnissen.
Wichtig ist dabei vor allem eins: Du musst sauber unterscheiden zwischen SEA und SEO.
Also zwischen:
Genau hier wird nämlich häufig alles in einen Topf geworfen – und dann entstehen falsche Erwartungen.
Bei den Google Ads-Anzeigen geht es heute vor allem um die sogenannten Verkäuferbewertungen beziehungsweise Store Ratings. Diese können Anzeigen um eine zusätzliche vertrauensbildende Zeile ergänzen.
Das sieht zum Beispiel so aus:

In diesem Screenshot siehst du genau diese Verkäuferbewertungen.
In der organischen Suche ist das Thema heute etwas sensibler als früher. Dort geht es um Rich Results mit Bewertungen – und eben nicht einfach darum, irgendein Bewertungswidget auf der Website einzubauen und automatisch Sterne zu bekommen.
Das sind dann bspw. so aus:
In diesem Artikel geht es also um zwei Dinge:
Inhaltsverzeichnis rund um Google Bewertungen
Früher kursierten sehr konkrete Zahlen wie 150 Bewertungen in 12 Monaten. Heute würde ich das nicht mehr so hart und pauschal formulieren.
Was du sauber wissen solltest:
Das heißt in der Praxis: Es geht nicht nur um „irgendwo Bewertungen haben“, sondern darum, dass Google für deine Domain in einem bestimmten Land genug vertrauenswürdige Daten zusammenbekommt.
Google sammelt diese Store Ratings laut eigener Hilfe unter anderem aus:
Wenn du also aktiv auf Verkäuferbewertungen hinarbeiten willst, solltest du das nicht nur unter dem Aspekt „mehr Sterne“ sehen, sondern als Teil deiner gesamten Vertrauens- und Bewertungsstrategie.
Mein Tipp wäre heute deshalb: Arbeite sauber mit einem etablierten Bewertungsanbieter oder mit Google Customer Reviews – und nicht nur mit dem Gedanken „wir brauchen möglichst schnell Sterne“.
Die offizielle Übersicht und weitere Infos findest du hier: Google-Hilfe zu Store Ratings.
Gerade im E-Commerce und in umkämpften Märkten können Verkäuferbewertungen ein echter Vertrauenshebel sein.
Das ist auch logisch:
Wenn zwei Anzeigen ähnlich wirken, klickt man tendenziell eher auf die Anzeige, die bereits sichtbar Vertrauen aufbaut.
Google selbst gibt an, dass Store Ratings bei Textanzeigen im Schnitt rund 2 % mehr Klickrate bringen können.
In der Praxis kann der Effekt natürlich deutlich schwanken – je nach Branche, Wettbewerb, Marke und Suchintention.
Meine Erfahrung ist trotzdem klar: In vielen Accounts können Sterne die Klickrate spürbar verbessern. Vor allem dann, wenn Wettbewerber sie ebenfalls nutzen oder wenn Vertrauen in der Kaufentscheidung wichtig ist.
Analysiere deshalb auf jeden Fall auch mal deine Mitbewerber:
Wenn Verkäuferbewertungen aktiv ausgespielt werden, findest du die Daten in Google Ads über die Berichte zu den automatisch erstellten Assets beziehungsweise accountweiten automatischen Assets.

Wichtig dabei: Diese Impressionen sind keine zusätzlichen Impressionen, sondern die Teilmenge deiner Anzeigenimpressionen, bei denen die Verkäuferbewertungen mit ausgespielt wurden.
Es gibt durchaus Fälle, in denen du das Thema etwas differenzierter betrachten solltest.
Zum Beispiel dann, wenn die Bewertung nur sehr eingeschränkt etwas über das konkret beworbene Angebot aussagt.
Ein klassisches Beispiel sind große Plattformen oder Marktplätze.
Dort bewerten Nutzer oft die Erfahrung mit einzelnen Anbietern, Verkäufern oder Partnern – die Sterne werden aber in der Wahrnehmung schnell der gesamten Plattform zugeschrieben.
Auch dann, wenn die Bewertungslage sehr uneinheitlich ist oder stark forciert wird, ist die Aussagekraft nicht immer so hoch, wie es auf den ersten Blick scheint.
Wenn du feststellst, dass die automatischen Verkäuferbewertungen in deinem Fall nicht sinnvoll sind oder nicht zur Kommunikationslogik passen, kannst du diese automatische Ausspielung auch deaktivieren.
Das geht in Google Ads über die automatischen Assets beziehungsweise die erweiterten Einstellungen.
Früher haben viele versucht, Bewertungen über Widgets oder strukturierte Daten auf der eigenen Unternehmensseite einzubauen, um Sterne in den organischen Suchergebnissen zu bekommen.
Das hat eine Zeitlang auch öfter funktioniert.
Heute musst du hier aber sauber unterscheiden:
Genau dieser Punkt ist extrem wichtig.
Wenn du also Bewertungen über deine eigene Firma auf deiner eigenen Website einbindest – direkt oder über ein Drittanbieter-Widget – dann ist das zwar weiterhin gut für Vertrauen auf der Website selbst, aber es ist kein verlässlicher Weg mehr für Sterne im organischen Google-Ergebnis.
Was dagegen weiterhin grundsätzlich funktionieren kann, sind strukturierte Bewertungen für geeignete Inhalte wie zum Beispiel:
Gerade im E-Commerce ist deshalb häufig Product-Markup mit Bewertungen der sinnvollere Weg als irgendein allgemeines Unternehmenswidget auf der Startseite.
Das bedeutet für deinen bisherigen Ansatz mit ProvenExpert ganz konkret:
Das Bildbeispiel hier zeigt zwar schön, wie Sterne in organischen Ergebnissen aussehen können – aber die technische und inhaltliche Grundlage dafür muss heute deutlich sauberer und passender sein als früher:
Wenn du strukturierte Daten nutzen willst, solltest du das deshalb nicht mehr unter dem Motto „einfach ein Widget einbauen und fertig“ sehen.
Sinnvoller ist:
Für Produktseiten kann das zum Beispiel über Produkt-Markup und Bewertungsdaten sinnvoll sein.
Für allgemeine Unternehmensseiten gilt heute deutlich mehr Vorsicht als früher.
Möchtest du weitere Profitipps haben und deine Ads-Kampagnen optimal aufstellen? Dann nutze meinen Google Ads-Videokurs.
Der Vollständigkeit halber noch ein wichtiger Punkt:
Früher gab es in Google Ads eine eigene Rezensionserweiterung, mit der sich externe Aussagen oder Bewertungen direkt in Anzeigen einbinden ließen.
Diese Erweiterung gibt es schon seit Jahren nicht mehr.
Wenn du also noch irgendwo alte Artikel oder Anleitungen dazu findest, dann sind diese in diesem Punkt schlicht veraltet.
Heute solltest du stattdessen vor allem sauber zwischen:
unterscheiden.
Du hast Bewertungen bekommen, die beleidigend oder offensichtlich haltlos sind?
Dann kann es sinnvoll sein, diese prüfen zu lassen. Im ursprünglichen Artikel hattest du hier den Dienstleister Bewertungshelden genannt. Das kann für Betroffene ein möglicher Ansprechpartner sein – wichtig ist aber immer, den Einzelfall sauber prüfen zu lassen.
Der wichtigste Punkt ist und bleibt: Sterne in Google Ads und Sterne im SEO sind nicht das Gleiche.
Bei Google Ads geht es heute vor allem um Store Ratings / Verkäuferbewertungen, die automatisch ausgespielt werden können, wenn Google für deine Domain ausreichend vertrauenswürdige Bewertungsdaten hat.
Gerade in wettbewerbsintensiven Bereichen können diese Sterne die Klickrate spürbar verbessern.
Im SEO ist das Thema heute deutlich strenger geworden.
Einfach nur Bewertungen über die eigene Firma auf der eigenen Website einzubinden, reicht in der Regel nicht mehr, um Sterne in den organischen Suchergebnissen zu bekommen.
Wenn du dort Sterne sehen willst, musst du deutlich sauberer über passende strukturierte Daten, den richtigen Seitentyp und die Google-Richtlinien nachdenken.
Mein Fazit wäre deshalb:
Und genau damit holst du aus dem Thema „Google Bewertungen“ deutlich mehr heraus als mit alten Halbwahrheiten rund um Sternchen in den Suchergebnissen.
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Google hat diese Funktion deaktiviert, daher habe ich auch den Hinweis im Text hinzugefügt.
Viele Grüße
Christoph
Ja, den Umweg kannst du gehen, indem du bspw. ein Zitat aus der Bewertung herausnimmst und eben in die Erweiterung "Zusatzinformation" einfügst.
Also bspw. "Exzellenter Kundenservice", "Absolut zu empfehlen" u.ä.
Das sollte für sich allein als Aussage stehen können und auch für Nutzer verständlich.
VG
Christoph
Mittlerweile häufen sich aber immer mehr die Anzeichen, dass oft Mitbewerber negative Bewertungen erstellen und die Geschädigten da leider oft hilflos sind. Vor Corona wurden die Anträge innerhalb von 2 - 4 Wochen bearbeitet, mittlerweile geht es nach 2, 3 Monaten nicht wirklich weiter.
Wie verhält es sich da bei den Snippets wie von dir beschrieben? Was empfiehlst Du einem Kunden, der diese dann negativen Bewertungen eingeblendet bekommt und sich somit selbst schadet?
die Bewertungserweiterungen gibt es in dieser Form leider nicht mehr und war aber auch für die Werbetreibenden quasi selbst gestaltbar. Man hat also ein Zitat der Bewertung gewählt und die Quelle (die eine unabhängige dritte Partei sein muss) angegeben. Google hat dies dann zunächst geprüft und freigegeben bzw. abgelehnt.
Viele Grüße
Christoph
Was denkst du?