Google Ads trotz Platz 1 in der organischen Suche schalten?

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Du rankst bereits für bestimmte Keywords – zum Beispiel deinen Firmennamen – organisch sehr weit oben bei Google und fragst dich nun, ob bezahlte Google Ads überhaupt noch sinnvoll sind?

Diese Frage bekommen wir sehr häufig gestellt. Und zwar von kleinen Unternehmen genauso wie von großen Marken.

Die kurze Antwort lautet: Ja, das kann sehr sinnvoll sein. Aber nicht blind, nicht in jedem Fall und nicht ohne einen Blick auf deine konkrete Situation.

Deshalb bekommst du in diesem Artikel einige wichtige Impulse, damit du besser beurteilen kannst, ob sich Google Ads trotz eines sehr guten SEO-Rankings für dich lohnen.

Der CPC auf deinen Markenbegriffen ist meist sehr gering

Gerade auf deinen eigenen Markenbegriffen – also deinem Firmennamen, Produktnamen oder geschützten Markennamen – sind die Voraussetzungen in Google Ads meistens sehr gut.

Warum?

Weil Google in der Regel erkennt, dass deine Anzeige, deine Domain und die Suchanfrage sehr eng zusammengehören. Deine Relevanz ist hoch, deine Klickrate meist ebenfalls und dadurch sind die Klickpreise oft erstaunlich niedrig.

Das kannst du also nicht mit generischen, hart umkämpften Keywords vergleichen.

Bei allgemeinen Suchbegriffen wie „steuerberater berlin“, „kredit vergleichen“ oder „sofa kaufen“ kann der CPC sehr hoch sein. Auf deiner eigenen Marke ist das oft ganz anders.

Viele zahlen dort nur wenige Cent pro Klick – natürlich abhängig von Branche, Wettbewerb und Marke.

Dazu kommt: Die Klickrate auf Brand-Keywords ist in der Regel sehr hoch. Wer deinen Markennamen eingibt, möchte meist auch sehr gezielt zu dir. Deshalb sind Klickraten von 30 %, 50 % oder noch mehr auf Markenbegriffen keine Seltenheit.

Wichtig: Der Vorteil liegt nicht nur im günstigen Klickpreis

Viele schauen bei Brand-Kampagnen nur auf die niedrigen Kosten. Das ist aber nur ein Teil des Vorteils.

Der eigentliche Nutzen liegt oft darin, dass du bei deiner eigenen Marke maximale Kontrolle bekommst:

  • über deine Sichtbarkeit,
  • über deine Botschaft,
  • über die Zielseite,
  • und über die Konkurrenzsituation oberhalb deiner organischen Ergebnisse.

Genau deshalb sollte die Frage nicht nur lauten: „Was kostet mich der Klick?“

Sondern auch: „Was verliere ich vielleicht, wenn ich gar nicht auf meine Marke biete?“

Was passieren kann, wenn du keine Anzeigen auf deinen Markennamen schaltest

Wenn du keine Ads auf deinen eigenen Markennamen schaltest, gibst du Wettbewerbern grundsätzlich die Möglichkeit, auf diesen Begriff Anzeigen zu schalten.

Dann kann es passieren, dass fremde Anzeigen über deinem organischen Ergebnis stehen.

Und ja: Auch wenn du selbst bei einer Suche gerade keine fremde Anzeige siehst, heißt das nicht automatisch, dass niemand auf deine Marke bietet.

Wettbewerber können sehr gezielt aussteuern. Zum Beispiel:

  • nicht an deinem eigenen Standort,
  • nur in bestimmten Regionen,
  • nur auf bestimmten Geräten,
  • oder nur zu bestimmten Uhrzeiten.

Das bedeutet: Du siehst die Konkurrenz womöglich selbst gar nicht – andere Nutzer aber schon.

Und genau das macht das Thema so relevant.

Denn viele Suchende klicken bei einer Markensuche recht schnell auf das oberste sichtbare Ergebnis, ohne lange zu prüfen, ob es sich um eine Anzeige oder ein organisches Ergebnis handelt.

Wenn dort ein Wettbewerber steht, verlierst du unter Umständen Besucher, Leads oder sogar direkte Verkäufe – obwohl die Person eigentlich nach dir gesucht hat.

So kannst du prüfen, welche Mitbewerber auf deine Keywords Anzeigen schalten

Wenn du das beobachten möchtest, ist der Bericht Auktionsdaten in Google Ads sehr hilfreich.

Dort kannst du sehen, welche anderen Domains auf dieselben Keywords bieten wie du.

Gerade bei Markenbegriffen ist das spannend, weil du dort schnell erkennst, ob und wie stark Wettbewerber auf deine Marke buchen.

Wichtig ist aber auch hier: Die Daten zeigen dir nicht immer jede einzelne raffinierte Aussteuerung. Manche Wettbewerber arbeiten so gezielt, dass du ihr Verhalten nur punktuell oder regional siehst.

Wenn du das Thema intensiver überwachen willst, können spezielle Brand-Monitoring-Tools sinnvoll sein. Dazu habe ich hier einen eigenen Artikel geschrieben.

Mit SEO und SEA zusammen wirst du deutlich präsenter

Ein weiterer klarer Vorteil: Wenn du organisch sehr stark rankst und zusätzlich mit einer Anzeige sichtbar bist, vergrößert sich deine Präsenz auf der Suchergebnisseite deutlich.

Im Idealfall belegst du dann einen sehr großen Teil des sichtbaren Bereichs – gerade mobil ist das enorm stark.

Das hat mehrere Vorteile:

  • deine Marke wirkt präsenter,
  • du verdrängst Wettbewerber optisch weiter nach unten,
  • du erhöhst die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer auf einen deiner Einträge klicken,
  • und du kannst organische Sichtbarkeit mit kontrollierbarer Werbebotschaft kombinieren.

In der Praxis sehen wir immer wieder: Wenn Unternehmen ihre Brand-Kampagne pausieren, wird nicht automatisch jeder frühere Anzeigenklick einfach organisch aufgefangen.

Ein Teil der Klicks wandert tatsächlich ab – entweder zur Konkurrenz oder geht ganz verloren.

Wie groß dieser Effekt ist, hängt stark vom Markt, vom Wettbewerb und von deiner Marke ab. Aber genau deshalb sollte man das Thema nicht vorschnell abtun.

Mit einer Anzeige hast du deutlich mehr Kontrolle als im organischen Ergebnis

Ein ganz praktischer Punkt wird oft übersehen:

Über Google Ads kannst du deine Botschaft viel schneller und gezielter steuern als über SEO.

Du kannst innerhalb weniger Minuten:

  • eine Aktion kommunizieren,
  • eine neue Leistung hervorheben,
  • einen zeitlich begrenzten Vorteil bewerben,
  • eine spezielle Landingpage verlinken,
  • oder deine Sitelinks und Assets gezielt anpassen.

Wenn du also etwa eine Aktion zu Weihnachten, Ostern, einem Webinar, einem Launch oder einer begrenzten Angebotsphase bewerben möchtest, ist eine bezahlte Anzeige oft deutlich flexibler als dein organisches Snippet.

Gerade bei deiner eigenen Marke ist das ein starker Hebel, weil die Suchintention ohnehin schon sehr nah an dir dran ist.

Ist es also immer sinnvoll, auf die eigene Marke zu bieten?

Fast immer ist es zumindest eine sehr ernsthafte Überlegung wert.

Aber ich würde es nicht mehr pauschal so hart formulieren wie viele ältere Artikel nach dem Motto: „Brand Ads musst du auf jeden Fall immer schalten.“

Es gibt durchaus Fälle, in denen der inkrementelle Effekt begrenzt sein kann. Zum Beispiel wenn:

  • du eine extrem starke Marke ohne nennenswerten Wettbewerbsdruck hast,
  • niemand auf deine Marke bietet,
  • du organisch extrem dominant bist,
  • und deine internen Ziele eher auf Kostenminimierung als auf maximale Präsenz ausgerichtet sind.

Dann kann es sinnvoll sein, das zumindest testweise kritisch zu prüfen.

Die richtige Antwort lautet also meist nicht „immer ja“ oder „immer nein“, sondern:

Teste es mit sauberer Messung.

So findest du für dich die richtige Antwort

Wenn du wissen willst, ob deine Brand-Kampagne wirklich zusätzlichen Nutzen bringt, kannst du das kontrolliert testen.

Zum Beispiel, indem du für einen überschaubaren Zeitraum sehr sauber vergleichst:

  • mit Brand-Anzeigen aktiv,
  • und mit Brand-Anzeigen pausiert.

Wichtig ist dabei:

  • einen möglichst vergleichbaren Zeitraum wählen,
  • keine starken Saisonalitäten dazwischen haben,
  • und nicht nur auf Klicks, sondern auch auf Leads, Umsatz und Wettbewerbsdruck schauen.

Denn wenn du nur den reinen organischen Traffic betrachtest, siehst du oft nicht das ganze Bild.

Ein oft unterschätzter Zusatznutzen: bessere Steuerung der Nutzerreise

Gerade auf Markenbegriffen kannst du sehr bewusst steuern, wohin du Nutzer schickst.

Nicht jeder, der nach deiner Marke sucht, soll zwingend auf die Startseite.

Vielleicht möchtest du Nutzer stattdessen gezielt auf:

  • eine Angebotsseite,
  • eine Landingpage für Neukunden,
  • eine Produktkategorie,
  • eine Terminbuchungsseite,
  • oder eine besonders conversionstarke Unterseite schicken.

Genau hier bieten Brand-Kampagnen oft viel mehr strategischen Spielraum als das organische Ergebnis.

Fazit: Gute organische Rankings und Google Ads schließen sich nicht aus – sie können sich sehr gut ergänzen

Wenn du organisch bereits stark sichtbar bist, heißt das nicht automatisch, dass Google Ads überflüssig sind.

Gerade auf deinen eigenen Markenbegriffen können Anzeigen sehr sinnvoll sein, weil:

  • die Klickpreise meist niedrig sind,
  • du Wettbewerbern weniger Raum gibst,
  • du deine Sichtbarkeit deutlich vergrößerst,
  • du deine Werbebotschaft aktiv steuern kannst,
  • und du Nutzer gezielter auf passende Seiten lenken kannst.

Ob sich das in deinem Fall lohnt, solltest du nicht rein theoretisch, sondern datenbasiert beurteilen.

Gerade auf Brand-Keywords ist das oft einfacher testbar als in vielen anderen Kampagnentypen.

Wie sieht es bei dir aus? Könnten deine Ads noch deutlich besser laufen?

Dann lohnt sich ein genauer Blick fast immer.

Denn perfekt aufgesetzte Google Ads können nicht nur ein bisschen mehr Traffic bringen, sondern dein Marketing deutlich sauberer, kontrollierbarer und profitabler machen.

Es gibt dabei viele Stellschrauben, die ineinandergreifen müssen: Tracking, Kampagnenstruktur, Gebotsstrategie, Anzeigentexte, Zielseiten, Brand-Absicherung und vieles mehr.

Wenn an einer kleinen Stelle etwas hakt, kann dich das schnell unnötig Geld kosten.

In einem unverbindlichen und kostenlosen Gespräch schauen wir uns deine individuelle Situation an. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob Google Ads für dich sinnvoll sind, wie du Brand-Kampagnen bewerten solltest und welche Strategie wir dir empfehlen.

Buche dir einfach einen Termin in unserem Kalender. Anschließend bekommst du eine Bestätigung per E-Mail mit weiteren Infos, wie unser Gespräch ablaufen wird.

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Autor

ProvenExpert Banner

2 Kommentare

  • Niedrige Kosten auf die eigene Marke? Dem kann ich nicht mehr zustimmen. Seitdem Google seit Herbst 2022 verstärkt die Advertiser auf automatische Aussteuerung umstellt, bieten plötzlich hunderte Webseiten auf unsere Brands wo es früher nur ein paar waren. Der CPC hat sich dabei um 30-60 % erhöht obwohl der QF bei uns gleich geblieben ist. Ich würde sogar sagen ob das nicht langfristig wieder mal ein Thema für Gerichte und die Wettbewerbsbehörden wird.
  • Hallo Michael,

    danke dir für deinen Kommentar. Wir können das bei wenigen Kundenkampagnen beobachten, dass es durch einen höheren Wettbewerb deutlich im CPC stieg.

    Ein wichtiger Hebel der im Artikel nicht erwähnt ist, ist die Gebotsstrategie. Die beste ist hier der "Anteil an möglichen Impressionen" bzw. "Manueller CPC". Die anderen Strategien haben meist einen bis zu fünffach höheren CPC.

    Prüfe das bitte mal bei deiner Kampagne, damit kannst du einen sehr großen Hebel bewegen.

    Viele Grüße
    Christoph

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