Seit 2018 kannst du mobile Apps im Google Displaynetzwerk nicht mehr einfach über das Placement adsenseformobileapps.com ausschließen. Ganz weg ist die Steuerungsmöglichkeit aber nicht.
Es gibt weiterhin sinnvolle Wege, um App-Inventar in Displaykampagnen stark zu reduzieren oder gezielt auszuschließen. Und genau die schauen wir uns hier an.
Das Google Displaynetzwerk ist ein großer Teil des Google Ads Systems. Deine Anzeigen können dort auf Websites, in Apps und in weiteren Umfeldern ausgeliefert werden.
Und natürlich werden dabei auch Nutzer auf Smartphones und Tablets erreicht. Ein pauschaler Ausschluss mobiler Geräte ist deshalb meist keine gute Idee. Denn viele Nutzer recherchieren zuerst mobil, lernen deine Marke dort kennen und konvertieren später auf einem anderen Gerät oder zu einem anderen Zeitpunkt.
Anders sieht es bei einem speziellen Teil des mobilen Inventars aus: Werbung in Apps.
Gerade wenn dein Fokus nicht auf Reichweite oder Branding, sondern klar auf Performance liegt, kann App-Traffic schnell problematisch werden. Denn viele App-Platzierungen erzeugen zwar Volumen, aber nicht zwingend qualifizierte Besuche.
Denke einmal an dein eigenes Verhalten auf dem Smartphone.
Genau das ist das Problem vieler App-Platzierungen: Es gibt dort deutlich mehr versehentliche oder wenig wertvolle Klicks als auf gut passenden Webseiten.
Gerade in Games, kostenlosen Tools oder Apps mit aufdringlichen Anzeigenflächen ist die Klickqualität häufig schwach. Das muss nicht in jedem Einzelfall so sein, aber es ist in vielen Konten ein wiederkehrendes Muster.
Wenn du performanceorientiert arbeitest, solltest du dir deshalb App-Traffic sehr genau anschauen – und nicht einfach nur das zusätzliche Volumen feiern.
Ob mobile Apps in deinem Konto tatsächlich ein Problem sind, solltest du nicht nach Gefühl entscheiden, sondern anhand deiner Daten.
Wichtige Signale sind zum Beispiel:
In älteren Analytics-Setups wurde dafür oft die Absprungrate genutzt. Heute solltest du eher mit Engagement-Daten in GA4, Conversion-Raten und deiner tatsächlichen Kampagnenwirkung arbeiten.
Trotzdem gilt: Nicht jede App ist automatisch schlecht. Es kann durchaus Konstellationen geben, in denen App-Platzierungen gut funktionieren – etwa bei sehr passenden Themenumfeldern. Deshalb solltest du nicht blind ausschließen, sondern erst prüfen.
Früher konntest du App-Inventar recht einfach über das Placement adsenseformobileapps.com ausschließen. Dieser Weg wurde mit der Vereinfachung der mobilen Steuerung entfernt.
Das bedeutet aber nicht, dass du App-Inventar gar nicht mehr beeinflussen kannst. Google hat die Steuerung nicht abgeschafft, sondern anders organisiert.
Wichtig dabei: adsenseformobileapps.com kann in Berichten weiterhin auftauchen, auch wenn dieser alte Ausschlussweg selbst nicht mehr unterstützt wird.
Heute hast du im Kern drei sinnvolle Wege:
Gerade für die meisten Displaykampagnen ist der erste Weg oft der praktischste: App-Kategorien ausschließen.
Wenn du mobile Apps großflächig aus einer Displaykampagne heraushalten willst, ist das in vielen Fällen der schnellste Weg.
Du gehst in deine Displaykampagne und dann in den Bereich Content beziehungsweise Placements und Ausschlüsse. Dort kannst du App-Kategorien auswählen und ausschließen.
Google ordnet Apps in Kategorien ein. Wenn du diese Kategorien ausschließt, reduzierst du einen großen Teil des App-Inventars sehr deutlich.
Das ist nicht immer ein mathematisch perfekter 100-Prozent-Ausschluss, aber in der Praxis oft sehr wirksam.
Wenn du schon weißt, welche Apps dir schlechten Traffic bringen, kannst du diese auch direkt als Placements ausschließen.
Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du nicht pauschal alles blockieren willst, sondern gezielt problematische Inventarquellen herausnehmen möchtest.
Google unterstützt dafür Ausschlüsse über App-IDs – sowohl für Android-Apps als auch für iPhone-Apps.
Das ist aufwendiger als der Ausschluss ganzer Kategorien, gibt dir aber deutlich mehr Präzision.
Wenn du häufiger mit Placement-Ausschlüssen arbeitest oder mehrere Kampagnen beziehungsweise Konten steuerst, können Placement Exclusion Lists sinnvoll sein.
Damit lässt sich das Thema zentraler pflegen, statt Ausschlüsse immer wieder einzeln in Kampagnen nachzubauen.
Gerade für größere Konten oder wiederkehrende App-Probleme kann das deutlich sauberer sein als reine Einzelarbeit im Kampagnen-Menü.
Ja, auch über den Google Ads Editor kannst du App-Ausschlüsse verwalten. Das ist besonders praktisch, wenn du viele Kampagnen gleichzeitig anpassen willst.
Dort findest du die Ausschlüsse weiterhin komfortabel über die entsprechenden Inhalts- und Placement-Bereiche.
Auch wenn App-Traffic in vielen Konten schwächer performt, solltest du ihn nicht reflexartig komplett abschalten, ohne vorher in die Daten zu schauen.
Mein Tipp: Prüfe zuerst im Bericht Wo Anzeigen ausgeliefert wurden beziehungsweise in deinen Placement-Berichten, wie App-Traffic tatsächlich performt.
Frage dich dabei:
So triffst du keine pauschale Bauchentscheidung, sondern eine saubere Performance-Entscheidung.
Der Ausschluss mobiler Apps ist besonders dann sinnvoll, wenn du mit klassischen Displaykampagnen sehr performanceorientiert arbeitest und merkst, dass App-Traffic dir vor allem Klickkosten bringt, aber kaum echte Wirkung.
Typische Fälle sind:
Wenn du dagegen bewusst auf Reichweite, Sichtbarkeit oder breitere Awareness gehst, kann App-Inventar je nach Kampagne auch eine andere Rolle spielen.
Der alte Weg über adsenseformobileapps.com funktioniert nicht mehr. Das heißt aber nicht, dass du App-Inventar in Google Ads nicht mehr steuern kannst.
Heute läuft der saubere Weg vor allem über App-Kategorien, individuelle App-Ausschlüsse und gegebenenfalls Placement Exclusion Lists.
Ob du mobile Apps ausschließen solltest, hängt von deiner Kampagnenlogik und deinen Daten ab. In vielen performanceorientierten Displaykampagnen ist das sehr sinnvoll. Aber eben nicht blind, sondern nach Prüfung der tatsächlichen Qualität.
Wenn du siehst, dass App-Traffic dir vor allem Kosten und wenig echten Mehrwert bringt, dann ist der Ausschluss meist ein sehr sinnvoller Hebel.
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Beste Grüße Marc
klar - einfach über die "auszuschließenden Placements" gehen und dann den YouTube-Kanal oder auch einzelne Videos ausschließen.
VG
Christoph
beste grüße
julian
prima, danke dir für den Hinweis und das Update ;)
Viele Grüße
Christoph
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