Google Ads Update 17. August: Ziel-ROAS wird jetzt strenger

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Kurzantwort vorab: Ab dem 17. August 2026 behandelt Google Ads Zielwerte wie Ziel-ROAS und Ziel-CPA deutlich strenger als bisher. Konten mit widersprüchlichem Setup – knappes Budget bei gleichzeitig „weichem" Zielwert – verlieren den Puffer, mit dem Google bisher vieles ausgeglichen hat. Für KMU heißt das: Budget und Zielwert müssen jetzt als Einheit gedacht werden, sonst fährst du ab August mit angezogener Handbremse bei Vollgas – oder umgekehrt. Wer sein Setup jetzt sauber aufsetzt, gewinnt. Wer weiter „nach Gefühl" optimiert, zahlt drauf.

Wenn deine Google-Ads-Kampagne heute „okay" läuft, kann sie ab dem 17. August plötzlich teuer werden – ohne dass du eine einzige Anzeige geändert hast. Der Grund ist simpel: Google behandelt Zielwerte künftig deutlich härter. Und wenn Budget, Ziel und Tracking nicht zusammenpassen, fährt dein Konto mit angezogener Handbremse – aber Vollgas. Genau diese Kombination kostet KMU jeden Monat unnötig Marge.

Mehr KI in Google Ads bedeutet weniger Puffer für unsauberes Setup. Wer sein Konto in den nächsten Wochen nicht kalibriert, wird das ab Mitte August direkt in den Zahlen sehen.


Was ändert sich am 17. August 2026 bei Google Ads?

Viele Konten sind heute so eingestellt, dass Google im Hintergrund versucht, widersprüchliche Signale auszugleichen: kleines Tagesbudget, aber gleichzeitig ein Zielwert, der eigentlich mehr Ausgaben erlauben würde. Bisher hat Google solche Setups oft „irgendwie" stabil gehalten, indem der Algorithmus tendenziell vorsichtiger wurde und den tatsächlich erreichten ROAS nach oben zog.

Ab dem 17. August ändert sich diese Logik. Dann wird dein Zielwert deutlich stärker als echtes Steuerungsziel verwendet. Die Konsequenzen:

  • Wenn dein Ziel zu weich ist, kann Google dein Budget mit höheren Klickpreisen schneller ausgeben.
  • Wenn dein Ziel zu hart ist, kann die Kampagne stärker ausgebremst werden und Volumen verlieren.
„Diese Logik ändert Google zum 17. August. Da wird das Ziel jetzt wirklich als hartes Ziel verwendet." – Christoph Mohr

Warum das für dich entscheidend ist: Viele KMU optimieren Google Ads nach Gefühl. Ein bisschen Budgetdeckel hier, ein „halbwegs passender" Ziel-ROAS dort. Das ging eine Zeit lang gut, weil Google viel geglättet hat. Dieser Puffer wird jetzt kleiner.

Der typische Fehler: Budgetbremse und Wachstumswunsch gleichzeitig

Das Problem lässt sich mit einem Bild beschreiben, das jeder sofort versteht: Du gibst Vollgas – bist aber im ersten Gang, im schlimmsten Fall mit angezogener Handbremse.

„Du drückst auf die Bremse, willst aber gleichzeitig Gas geben." – Christoph Mohr

Gemeint ist zum Beispiel:

  • Deine Kampagne ist „durch das Budget eingeschränkt".
  • Gleichzeitig ist dein Ziel-ROAS (oder Ziel-CPA) so gesetzt, dass Google eigentlich mehr ausgeben dürfte, um mehr Conversions zu holen.

Wenn du diesen Widerspruch nicht auflöst, wird die neue Ziel-Logik ab 17. August zum Risiko.

Mini-Check für dein Konto (ohne Fachchinesisch):

  • Ist dein Tagesbudget (dein tägliches Ausgabenlimit) dauerhaft am Anschlag?
  • Ist dein Ziel-ROAS (Return on Ad Spend, also Umsatz geteilt durch Werbekosten) deutlich niedriger als das, was Google aktuell erreicht?
  • Oder ist beim Ziel-CPA (Cost per Acquisition, Kosten pro Conversion) dein Ziel deutlich höher als die realen Kosten?

Wenn du eine dieser Fragen mit Ja beantwortest, sitzt du sehr wahrscheinlich in genau diesem Widerspruch.

Realistische Zielwerte sind ab 17. August keine Kür mehr, sondern Pflicht

Der Kernpunkt ist nicht „mehr KI" oder „neue Features". Der Kernpunkt ist betriebswirtschaftliche Klarheit: Was ist ein realistischer Ziel-ROAS oder Ziel-CPA für dein Geschäftsmodell?

„Ich bin ein Verfechter davon, dass diese Werte realistisch sein müssen." – Christoph Mohr

Warum das so wichtig ist: Google kann nur auf das optimieren, was du vorgibst. Wenn dein Zielwert eine Schätzung ist, optimierst du auf eine Schätzung. Wenn er zu optimistisch ist, strangulierst du Reichweite und Volumen. Wenn er zu lasch ist, kaufst du Umsatz – aber verlierst Gewinn.

Die praktische Entscheidungsregel für KMU

Wenn du deinen Ziel-ROAS sauber kalkuliert hast und weißt, dass er profitabel ist, ergibt es wenig Sinn, zusätzlich hart am Budget zu deckeln. Du willst dann möglichst viele profitable Conversions.

„Wenn ich durchkalkuliert habe, dass ein ROAS von 200 Prozent für mich in Ordnung ist, dann gebe ich Google so viel Tagesbudget wie möglich." – Christoph Mohr

Das ist kein Aufruf, blind Budget zu erhöhen. Es ist ein Aufruf, Ziel und Budget als Einheit zu betrachten:

  • Ziel definiert Profitabilität.
  • Budget definiert Wachstumstempo.

Ab 17. August musst du diese Einheit sauberer einstellen als bisher.

AI Max in der Suche: Kann helfen – skaliert aber auch deine Fehler

AI Max ist eine KI-Funktion in Suchkampagnen, die Google mehr Freiraum bei Ausspielung und Suchbegriffen gibt. In manchen Konten bringt das messbar etwas – aber nur, wenn du kontrollierst, was Google daraus macht.

„Du musst unbedingt in die Suchbegriffe reinschauen. Manchmal ist das total weit entfernt von dem, was der Kunde eigentlich anbietet." – Christoph Mohr

Warum das wichtig ist: Wenn Google weiter auslegt, steigen die Chancen auf zusätzliche Reichweite – gleichzeitig aber auch die Chancen auf irrelevante Suchanfragen. Für KMU ist das kritisch, weil Budgets begrenzt sind und Streuverluste sofort weh tun.

Neu: Briefing-Funktion für AI Max

Google rollt eine Briefing-Funktion aus, mit der du der KI mehr Kontext gibst – zum Beispiel:

  • Markenstimme
  • Regeln und Guardrails
  • Zielgruppe
  • Ausschlüsse und No-Gos

Das ist grundsätzlich positiv. Es ändert aber nichts an der Grundregel: KI macht gute Konten besser – und schlechte Konten teurer.

„KI ist nicht das Mittel, um diese Wunden zu heilen. Diese AI-Funktionen funktionieren vor allem dann sehr gut, wenn du eine saubere Kampagne aufgesetzt hast – mit sauberem Tracking." – Christoph Mohr

Tracking bedeutet hier: Du misst zuverlässig, welche Anzeigen zu welchen Conversions führen. Ohne sauberes Tracking optimiert Google auf Nebel – und ab 17. August wird dieser Nebel teurer.

Shopping und Performance Max: Zwei Updates, die viele falsch interpretieren

Standard Shopping: „Conversion-Wert maximieren" ist zurück

Für Standard-Shopping-Kampagnen gibt es endlich wieder die Gebotsstrategie Conversion-Wert maximieren – Google optimiert dabei auf maximalen Umsatzwert innerhalb deines Budgets. Das ist besonders dann hilfreich, wenn du eine Kampagne neu startest und noch keinen belastbaren Ziel-ROAS kennst.

Die praktische Logik:

  1. Du startest mit Budget und „Conversion-Wert maximieren".
  2. Die Kampagne sammelt Daten.
  3. Später stellst du bei Bedarf auf Ziel-ROAS um, wenn du mehr Kontrolle über Profitabilität brauchst.

Für KMU ist das ein sauberer Weg, ohne von Tag 1 an einen Zielwert zu raten.

PMax Feed-only: Google macht es oft trotzdem zu „mehr als Feed"

Viele nutzen Performance Max (PMax) als vermeintliche „Feed-only"-Shopping-Kampagne – also ohne Bilder, Texte oder Videos. Diese Strategie ist grundsätzlich problematisch, und es gibt einen konkreten Automatismus, vor dem du dich in Acht nehmen solltest: Google kann sich Bilder aus dem Merchant Center holen und daraus automatisch Videos generieren. Damit wird deine Kampagne tendenziell auch auf YouTube und weiteren Placements ausgespielt.

Was du tun solltest: Prüfe in deiner PMax-Kampagne unter „Statistiken und Berichte" die Kanalleistung. Dort siehst du, wie stark du in Suche, YouTube und weiteren Google-Netzwerken ausgespielt wirst.

Warum das zählt: Wenn du glaubst, du kaufst nur Shopping-Traffic, dein Budget aber in Video-Ausspielungen fließt, ändert sich deine Performance-Bewertung fundamental – und zwar ohne, dass du aktiv „Video" gebucht hast.

Was du in den nächsten 14 Tagen konkret tun solltest

  1. Ziel-ROAS und Ziel-CPA betriebswirtschaftlich prüfen.
    Setze Zielwerte nur, wenn du grob weißt, was profitabel ist. Wenn du es nicht weißt, starte lieber mit einer Strategie, die Daten sammelt (zum Beispiel im Shopping mit „Conversion-Wert maximieren") und ziehe die Ziele später an.
  2. Budget und Zielwert auf Widersprüche prüfen.
    Wenn deine Kampagne dauerhaft budgetlimitiert ist, aber dein Zielwert sehr „entspannt" wirkt, ist das ein Warnsignal für den 17. August. Entscheide dich bewusst: mehr Budget für mehr Volumen oder strengeres Ziel für mehr Profitabilität.
  3. AI Max nur mit Kontrolle aktivieren.
    Nach Aktivierung regelmäßig Suchbegriffe prüfen und konsequent ausschließen, was nicht passt. KI ohne Kontrolle ist kein Effizienzgewinn – sondern oft nur schnelleres Ausgeben.
  4. PMax-Kanäle überprüfen, wenn du „Feed-only" fährst.
    Schau in die Kanalleistung. Wenn YouTube-Anteile auftauchen, plane das in deine Bewertung der Ergebnisse ein – und in deine Assets, falls du PMax wirklich nutzen willst.
  5. Tracking als Grundlage absichern.
    Ohne sauberes Tracking optimierst du auf Vermutungen. Gerade wenn Google Zielwerte härter nimmt, wird Messbarkeit zur Voraussetzung – nicht zur Kür.

Häufige Fragen zum Google-Ads-Update im August 2026

Was ändert sich konkret ab dem 17. August 2026 in Google Ads?

Google behandelt Zielwerte wie Ziel-ROAS und Ziel-CPA deutlich strenger. Bisher hat der Algorithmus Widersprüche zwischen Budget und Zielwert oft glattgezogen. Ab dem 17. August wird der von dir gesetzte Zielwert als hartes Steuerungsziel interpretiert. Konten mit unsauberem Setup verlieren damit den bisherigen Puffer.

Muss ich meinen Ziel-ROAS oder Ziel-CPA jetzt anpassen?

Ja – wenn er nicht betriebswirtschaftlich sauber kalkuliert ist. Prüfe konkret: Welcher ROAS oder CPA ist für dein Geschäftsmodell tatsächlich profitabel? Wenn du bisher „nach Gefühl" gesteuert hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Zahlen zu rechnen. Zielwerte müssen nach dem 17. August realistisch sein – zu optimistisch bremst Volumen, zu lasch verbrennt Marge.

Was ist der Unterschied zwischen Ziel-ROAS und Ziel-CPA?

Ziel-ROAS (Return on Ad Spend) ist der Zielwert für das Verhältnis von Umsatz zu Werbekosten – sinnvoll bei E-Commerce mit unterschiedlichen Warenkorbwerten. Ziel-CPA (Cost per Acquisition) ist der Zielwert für die Kosten pro Conversion – meist besser geeignet für Leadgenerierung, wo jede Anfrage einen ähnlichen Wert hat.

Ist meine Kampagne „durch das Budget eingeschränkt" ein Problem?

Ab dem 17. August: Ja, wenn gleichzeitig dein Zielwert deutlich unter dem tatsächlich erreichten Wert liegt. Das ist der klassische Widerspruch: Google dürfte laut Ziel mehr ausgeben, darf aber laut Budget nicht. Löse den Widerspruch aktiv auf – entweder Budget hoch oder Zielwert schärfen.

Sollte ich AI Max in meinen Suchkampagnen aktivieren?

Nur, wenn du bereit bist, den Suchbegriff-Bericht regelmäßig zu prüfen und konsequent Ausschlüsse zu pflegen. AI Max erweitert die Ausspielung – das kann Volumen bringen, aber auch Streuverluste erzeugen. Ohne aktive Kontrolle ist es für KMU eher riskant als hilfreich.

Was ist Performance Max Feed-only – und warum ist das problematisch?

„Feed-only" bedeutet, dass eine PMax-Kampagne nur mit dem Produkt-Feed aus dem Merchant Center läuft, ohne eigene Assets wie Bilder oder Videos. Das Problem: Google generiert automatisch Videos aus deinen Produktbildern und spielt die Kampagne dann auch auf YouTube aus. Du glaubst, du kaufst Shopping-Traffic – zahlst aber Video-Placements mit. Prüfe die Kanalleistung.

Wenn du dein Konto vor dem 17. August absichern willst

Wenn du willst, schauen wir gemeinsam in dein Konto und prüfen, ob deine Zielwerte, Budgets und Kampagnenlogik ab 17. August stabil sind.

Unverbindliches Strategiegespräch vereinbaren: https://www.christoph-mohr.de/kontakt/


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