Du nutzt Gebotsstrategien in Google Ads?
Du hast manchmal Schwierigkeiten zu entscheiden, für welchen Anwendungszweck du welche Strategie wählen solltest?
Du hast spezielle Rahmenbedingungen in deinem Konto, die zusätzliche Steuerung brauchen – zum Beispiel bei Smartphones, Markenbegriffen, Leadqualität oder sehr unterschiedlichen Kampagnentypen?
Dann ist genau das hier ein wichtiges Thema. Denn Gebotsstrategien in Google Ads sind längst nicht mehr nur eine kleine technische Einstellung, sondern einer der zentralen Hebel für Performance.
Tipp: Wir haben einen Videokurs speziell zu den Feinheiten und praktischen Tipps rund um die Gebotsstrategien in Google Ads erstellt. Diesen findest du hier.
Im Kern kannst du die Gebotsstrategien in Google Ads in fünf Richtungen denken:
In der Praxis begegnen dir dabei vor allem diese Strategien:
Die wichtigste Frage ist dabei nicht: Welche Strategie ist grundsätzlich die beste?
Die richtige Frage ist: Was ist dein eigentliches Ziel – und welche Daten kann Google dafür überhaupt sinnvoll nutzen?
Die Strategie muss zuerst zum Geschäftsmodell und dann zur Datenlage passen.
Ein paar typische Beispiele:
Heißt konkret: Du musst zuerst entscheiden, was dein Hauptziel ist. Ohne diese Entscheidung ist jede Gebotsstrategie am Ende nur ein Ratespiel.
Viele Konten optimieren immer noch zu grob.
Da wird dann auf „Conversions maximieren“ gestellt, obwohl mehrere Conversion-Typen im Konto liegen, die völlig unterschiedliche Qualität haben.
Ein klassisches Beispiel:
Wenn du all das gleich behandelst und einfach nur auf Anzahl der Conversions gehst, was wird Google bevorzugen?
Richtig: Die Conversions, die am häufigsten und am leichtesten passieren.
Das sind oft nicht die wertvollsten.
Genau deshalb solltest du gerade bei Lead-Konten ernsthaft darüber nachdenken, ob ein wertbasiertes Setup nicht deutlich sinnvoller ist. Also nicht nur „wie viele Conversions“, sondern „welchen Wert hat welche Conversion“.
Gerade wenn du unterschiedliche Leadqualitäten, Conversion-Typen oder Sales-Stufen hast, ist das oft der viel sauberere Weg.
Conversions maximieren ist vor allem dann sinnvoll, wenn du möglichst viele Conversions innerhalb deines Budgets erzielen willst und deine Conversion-Basis sauber genug ist.
Das kann sehr gut funktionieren, wenn:
Problematisch wird es, wenn zu viele unklare oder schwache Ziele in die Optimierung einfließen. Dann holt Google zwar „viele Conversions“, aber nicht unbedingt die, die dein Geschäft am meisten voranbringen.
Ziel-CPA ist meist dann sinnvoll, wenn du ein klar definiertes Kosten-pro-Lead- oder Kosten-pro-Conversion-Ziel hast und dieses Ziel wirtschaftlich sauber hergeleitet ist.
Das ist vor allem in Leadgen-Setups häufig der Fall.
Wichtig ist nur: Der Ziel-CPA darf nicht aus der Luft gegriffen sein.
Wenn dein Konto historisch bei 60 Euro pro Lead liegt und du einfach 15 Euro einträgst, wird Google die Auslieferung meist deutlich einschränken oder sehr nervös reagieren.
Besser ist fast immer ein realistischer Einstieg und dann eine schrittweise Zielverschärfung.
Diese Strategie ist dann stark, wenn du unterschiedliche Conversion-Werte hast und Google nicht nur auf die Anzahl, sondern auf den wirtschaftlichen Wert optimieren soll.
Das ist natürlich im E-Commerce oft naheliegend. Aber nicht nur dort.
Auch in der Leadgenerierung kann das sehr stark sein, wenn du zum Beispiel:
Genau deshalb ist wertbasiertes Bidding oft der professionellere Weg, sobald du nicht mehr nur „mehr Leads“, sondern „mehr gute Leads“ möchtest.
Ziel-ROAS ist die klassische Strategie für Shops und andere Setups, in denen du Google echte oder belastbare Conversion-Werte übergibst.
Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn du nicht nur Umsatz, sondern ein wirtschaftliches Verhältnis zwischen Werbekosten und Conversion-Wert steuern willst.
In vielen Konten ist Ziel-ROAS sehr stark – aber nur dann, wenn deine Wertelogik auch sauber ist.
Wenn falsche, doppelte oder unvollständige Werte an Google gehen, wird auch Ziel-ROAS schief optimieren.
Klicks maximieren wird oft zu hart kritisiert. Dabei kann die Strategie durchaus sinnvoll sein – nur eben nicht als pauschale Dauerlösung für jedes Performance-Konto.
Typische sinnvolle Fälle sind:
Wichtig ist nur: Klicks maximieren sollte in vielen Performance-Konten eher ein Zwischen- oder Startschritt sein – nicht der Endzustand.
Sobald genug sinnvolle Conversion-Daten vorhanden sind, ist meist eine conversionnahe Strategie besser.
Diese Strategie ist deutlich spezieller.
Anteil an möglichen Impressionen kann sinnvoll sein, wenn du vor allem Sichtbarkeit in der Suche brauchst – zum Beispiel:
Das ist aber keine klassische Performance-Strategie. Sie optimiert nicht auf Conversion oder Wert, sondern auf Sichtbarkeit im Suchumfeld.
Genau deshalb sollte man sie bewusst und eher begrenzt einsetzen.
Der manuelle CPC ist nicht tot – aber er ist heute deutlich seltener der beste Standardweg als früher.
Er kann sinnvoll sein, wenn du sehr bewusst und eng steuern willst, etwa:
Aber in vielen Konten ist manueller CPC heute nicht automatisch überlegen. Sobald Tracking, Ziele und Datenbasis sauber sind, spielen gute Smart-Bidding-Strategien ihre Vorteile häufig besser aus.
Wie schon erwähnt: Eine pauschale Empfehlung kann man nicht aussprechen.
Es ergibt zum Beispiel durchaus Sinn, auch bei Leadgenerierung über eine wertbasierte Strategie nachzudenken.
Wenn du verschiedene Conversion-Typen im Konto hast und diese unterschiedlich wertvoll sind, ist es oft deutlich cleverer, diese Unterschiede an Google zurückzugeben, statt stumpf nur die Anzahl zu maximieren.
Anders gesagt: Nicht jede Lead-Strategie muss automatisch Ziel-CPA bedeuten. Und nicht jede ROAS-Strategie ist automatisch nur etwas für Shops.
Neben der reinen Auswahl einer Gebotsstrategie gibt es oft geschäftliche Rahmenbedingungen, die einen großen Unterschied machen.
Ein paar typische Beispiele aus der Praxis:
Genau hier trennt sich Standardwissen von echter Kontoarbeit.
Gerade Smartphone-Traffic wird oft zu pauschal bewertet.
In manchen Konten ist er extrem wichtig, in anderen deutlich schwächer. Vor allem bei erklärungsbedürftigen Themen, komplexen Formularen oder bestimmten Display-Setups kann mobile Performance sichtbar schlechter sein.
Wichtig ist nur: Nicht automatisch annehmen, dass Smartphones grundsätzlich schlecht sind. Prüfe die Daten – und berücksichtige dabei auch, dass Nutzer mobil oft starten und später auf einem anderen Gerät abschließen.
Wenn du wirklich dedizierten Einfluss auf Geräte brauchst, dann musst du sehr genau wissen, welche Gebotsstrategie das überhaupt zulässt.
Genau das wird oft übersehen.
Google Ads unterstützt unter Smart Bidding nicht jede manuelle Gebotsanpassung. Viele Marketer wundern sich deshalb, warum ihre Anpassungen in der Praxis gar keinen Effekt haben.
Die wichtigste Grundlogik ist heute:
Ein paar praktische Konsequenzen:
Das heißt: Wenn du zum Beispiel bei Ziel-ROAS denkst, du steuerst mit einer Smartphone-Anpassung von minus 30 Prozent aktiv in die Auktion hinein, dann stimmt das so nicht.
Google berücksichtigt Geräte, Zeit, Standort und viele weitere Signale ohnehin automatisch im Bidding. Aber deine manuelle Anpassung greift dort eben nicht mehr klassisch.
Wenn du wirklich starke Unterschiede nach Gerät oder Zielgruppe hast, ist die sauberere Lösung oft eher:
Auch das wird oft missverstanden.
Wenn du mit Smart Bidding arbeitest, werden deine manuellen Gebotsanpassungen nach Uhrzeit nicht klassisch genutzt. Aber:
Google optimiert dann innerhalb der erlaubten Zeiten automatisch auf Basis der Performance-Signale.
Ich sehe häufig Konten mit vielen Kampagnen, die alle jeweils ihre eigene Standardstrategie nutzen.
Das kann okay sein – muss aber nicht die beste Lösung sein.
Denn der Gebotsalgorithmus funktioniert umso besser, je mehr sinnvolle Daten er auf einer gemeinsamen Zielbasis verarbeiten kann.
Genau dafür gibt es Portfolio-Strategien.
Damit ordnest du mehrere Kampagnen einer gemeinsamen Strategie zu. Das kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn:
Gerade bei mehreren Suchkampagnen mit ähnlicher Zielstruktur kann das sehr stark sein.
Aber: Portfolio-Strategien sind nicht automatisch immer sinnvoll.
Wenn du sehr unterschiedliche Kampagnen mit völlig verschiedenen Margen, Zielgruppen oder Conversion-Logiken in einen Topf wirfst, kann das die Steuerung auch verschlechtern.
Wichtig ist also nicht „Portfolio = immer besser“, sondern: Portfolio nur dann, wenn die Kampagnen wirklich zusammenpassen.
Wichtiger Hinweis zu Performance Max
Ein Punkt, den viele übersehen: Portfolio-Strategien sind für Performance Max nicht verfügbar.
Das heißt: Wenn du PMax nutzt, kannst du diese Kampagnen nicht einfach in eine klassische Portfolio-Gebotsstrategie mit anderen Kampagnen ziehen.
Gerade deshalb sollte man bei PMax noch stärker darauf achten, dass Ziele, Werte, Assets und Datenbasis sauber aufgebaut sind.
Bevor ich mich für eine Strategie festlege, gehe ich fast immer diese Punkte durch:
Erst danach entscheide ich, welche Strategie wirklich passt.
Ein paar Fehler sehe ich immer wieder:
Wenn du diese Fehler vermeidest, bist du schon deutlich sauberer unterwegs als viele andere Konten.
Welche Gebotsstrategie für deine Kampagnen die sinnvollste ist, hängt stark von deinen Unternehmenszielen, deiner Datenlage und möglichen Nebenbedingungen ab.
Es gibt keine pauschal beste Strategie.
Aber es gibt klare Leitfragen:
Genau daraus ergibt sich am Ende die richtige Wahl.
Wertbasierte Strategien sind oft stärker, als viele denken. Ziel-CPA bleibt für viele Lead-Setups sehr sinnvoll. Klicks maximieren kann in der Startphase absolut berechtigt sein. Und Portfolio-Strategien sind dann stark, wenn Kampagnen wirklich dieselbe Logik teilen.
Wenn du für dein Konto konkrete Tipps haben möchtest, dann vereinbare gern ein erstes gratis Strategiegespräch und wir schauen gemeinsam, ob und wie wir dir weiterhelfen können.
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