Keyword-Recherche für Google Ads: So findest du Suchbegriffe, die Anfragen bringen

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Kurz gesagt: Eine gute Keyword-Recherche für Google Ads beginnt nicht im Tool, sondern bei der Frage, was deine Zielgruppe mit einer Suche erreichen will. Erst danach sammelst du Ideen mit dem Keyword-Planer, der Search Console und Wettbewerbsdaten, bewertest sie nach Absicht, Volumen und Klickpreis und ordnest sie in klare Themen. Genauso wichtig wie die passenden Begriffe sind die auszuschließenden. Nach dem Start ersetzt der Suchbegriffsbericht jede Theorie.

Dieser Artikel ist für dich, wenn du eine neue Kampagne planst oder merkst, dass deine Anzeigen Klicks bringen, aber zu wenige Anfragen. Ich zeige dir, wie wir bei der Keyword-Recherche für unsere Kunden vorgehen und wie du auch ohne perfekte Liste sinnvoll startest.

Zuerst die Suchintention verstehen

Der häufigste Fehler ist, direkt mit Tools zu starten. Ein Keyword ist nie nur ein Wort, hinter jeder Suche steckt ein Ziel. Wer diese Unterschiede übersieht, kauft Klicks ein, die Besucher bringen, aber keine Kunden.

SuchabsichtBeispielFür Google Ads
Informierenwärmepumpe funktionsweiseMeist zu früh, eher für Inhalte und SEO
Vergleichenwärmepumpe oder gasheizungTeilweise, mit gutem Ratgeber auf der Zielseite
Anbieter suchenwärmepumpe installateur kölnKern deiner Kampagne
Markedein FirmennameEigene Kampagne, günstig und wichtig

Frag dich deshalb vorab: Welche Probleme will deine Zielgruppe lösen? Welche Worte nutzt sie dafür? Hör dir dazu an, wie Kunden im Erstgespräch formulieren, oder frag deinen Vertrieb. Diese Sprache ist oft näher an den echten Suchen als jede Fachbezeichnung.

Keyword-Recherche in 5 Schritten

Keyword-Recherche für Google Ads in 5 Schritten: Suchintention klären, Ideen sammeln, bewerten, in Themen gruppieren und Ausschlüsse festlegen
  1. Angebot und Absicht klären: Für welche Leistungen oder Produkte willst du gefunden werden, und welche Suchen zeigen echte Kauf- oder Anfragebereitschaft?
  2. Ideen sammeln: Mit dem Keyword-Planer in Google Ads, der Search Console und einem Blick auf die Wettbewerber. Die Werkzeuge im Detail stelle ich in 7 Google Ads Tools vor.
  3. Bewerten: Passt die Absicht? Gibt es genug Suchvolumen? Ist der Klickpreis bei deinen Margen wirtschaftlich? Und hast du eine Zielseite, die genau diese Suche beantwortet?
  4. Gruppieren: Fasse Begriffe mit gleicher Absicht zu Themen zusammen, aus denen später Anzeigengruppen werden. Je klarer die Gruppe, desto passender Anzeige und Zielseite.
  5. Ausschlüsse festlegen: Begriffe wie kostenlos, selber machen, Job oder Ausbildung schließt du von Anfang an aus. Das verkürzt die Lernphase und spart Streuverluste.

Die wichtigsten Quellen

Keyword-Planer

Du findest ihn in Google Ads unter Tools und Planung. Er zeigt Suchvolumen, Wettbewerb, Saisonverläufe und verwandte Begriffe. Gerade die Ideen sind wertvoll, weil du dort oft auf Begriffe stößt, an die du selbst nicht gedacht hast, und auf solche, die nicht passen. Daraus entstehen deine ersten Ausschlüsse. Bei neuen Konten zeigt der Planer das Volumen oft nur in groben Spannen an, für eine erste Einschätzung reicht das.

Google Search Console

Wenn deine Webseite schon organisch gefunden wird, siehst du dort echte Suchanfragen mit Impressionen, Klicks und Position. Begriffe mit vielen Impressionen, aber schwacher Position, sind gute Kandidaten für Anzeigen.

Wettbewerbsdaten

Mit Tools wie Semrush oder Sistrix siehst du, für welche Begriffe Wettbewerber organisch und bezahlt sichtbar sind. Nutze das als Inspiration, nicht als Kopiervorlage. Nur weil ein Wettbewerber auf einen Begriff bietet, ist er für dich noch nicht profitabel. Vielleicht hat er andere Margen, eine stärkere Marke oder verbrennt schlicht Geld, ohne dass du das von außen siehst.

Nach dem Start: Der Suchbegriffsbericht

Sobald deine Kampagnen laufen, siehst du unter Keywords und Suchbegriffe, bei welchen echten Suchanfragen deine Anzeigen erschienen sind. Hier erkennst du, was funktioniert, welche Begriffe du als eigene Keywords aufnimmst und welche du ausschließt. Bei höherem Budget schau wöchentlich hinein, sonst mindestens einmal im Monat. Wie die Keyword-Optionen bestimmen, welche Suchen deine Anzeige auslösen, erkläre ich in Keyword-Optionen.

Was die Automatisierung übernimmt

Dynamische Suchanzeigen, weitgehend passende Keywords und Performance Max finden Suchanfragen auch ohne vollständige Keywordliste. Google liest dafür deine Webseite und deine Signale aus. Das kann sehr gute neue Begriffe aufdecken. Es funktioniert aber nur mit sauberem Conversion-Tracking und regelmäßigem Blick in die Suchbegriffe, sonst kauft die Automatik auch viel Unpassendes ein.

Typische Fehler

  • Nur nach Suchvolumen auswählen statt nach Absicht
  • Allgemeine Begriffe wie „heizung“ einbuchen, die alles und nichts bedeuten
  • Keine Ausschlüsse beim Start
  • Alle Begriffe in eine Anzeigengruppe packen
  • Den Suchbegriffsbericht nach dem Start nie wieder öffnen

Weitere Fehler, die Geld kosten, findest du in 13 Google Ads Fehler.

Mein Fazit

Die beste Keywordliste entsteht nicht im Tool, sondern aus dem Verständnis deiner Kunden. Tools liefern Ideen und Zahlen, die Entscheidung triffst du über die Suchabsicht. Starte mit wenigen, klaren Themen, schließe Unpassendes von Anfang an aus und lass danach die echten Suchbegriffe sprechen.

Häufige Fragen

Wie viele Keywords brauche ich für den Start?

Weniger als viele denken. Für eine Leistung reichen oft 10 bis 20 gut gewählte Begriffe mit passender Wortgruppe und genau passend. Wichtiger ist eine klare Absicht pro Anzeigengruppe.

Welches Tool ist das beste für die Keyword-Recherche?

Für Google Ads ist der Keyword-Planer der wichtigste Startpunkt, weil er direkt aus Googles Daten kommt. Search Console und Wettbewerbstools wie Semrush ergänzen ihn gut.

Lohnen sich Keywords mit hohem Suchvolumen?

Nur wenn die Absicht passt. Allgemeine Begriffe mit hohem Volumen bringen oft viele Klicks von Menschen, die sich nur informieren. Spezifischere Begriffe mit weniger Volumen bringen meist mehr Anfragen pro Euro.

Was ist der Unterschied zwischen Keyword und Suchbegriff?

Das Keyword buchst du in Google Ads ein. Der Suchbegriff ist das, was ein Nutzer tatsächlich eingibt. Über die Keyword-Option legst du fest, welche Suchbegriffe zu deinem Keyword passen.

Deine Anzeigen bringen Klicks, aber zu wenige Anfragen? Schreib mir über das Kontaktformular, kurz mit deinem monatlichen Werbebudget und deinem Ziel. Ich sage dir, wo ich bei deinen Keywords ansetzen würde.

Willst du es selbst umsetzen? Im Google Ads Mentoring begleite ich dich dabei Schritt für Schritt.

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