Um bei Google für die Suchbegriffe deiner Zielgruppe sichtbar zu werden, brauchst du zuerst eine saubere Keyword-Recherche.
Genau diese Fragen entscheiden darüber, ob deine Google Ads Kampagne später nur Klicks einkauft – oder wirklich relevante Besucher, Anfragen und Umsatz bringt.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie wir aktuell bei der Keyword-Recherche für unsere Kunden vorgehen, welche Tools wir dafür nutzen und wie du auch dann sinnvoll starten kannst, wenn du zu Beginn noch keine perfekte Keywordliste hast.
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Der häufigste Fehler bei der Keyword-Recherche ist, direkt mit Tools zu starten, ohne vorher über die Suchintention nachzudenken.
Denn ein Keyword ist nie nur ein Wort. Hinter jedem Suchbegriff steckt ein bestimmtes Ziel.
Ein Nutzer kann zum Beispiel:
Wenn du diese Unterschiede nicht beachtest, kaufst du später womöglich Klicks ein, die zwar Traffic bringen, aber keine passenden Nutzer.
Deshalb starten wir in der Praxis fast immer mit diesen Fragen:
Erst wenn diese Grundlage klar ist, machen die Tools wirklich Sinn.
Der Google Keyword Planner ist nach wie vor eines der wichtigsten Werkzeuge für die Keyword-Recherche im Google Ads Kontext.
Du findest ihn in deinem Google Ads Konto unter Tools bzw. im Bereich Planung.
Dort kannst du Begriffe eingeben, die dein Produkt, deine Dienstleistung oder dein Marktumfeld beschreiben. Google liefert dir anschließend verschiedene Informationen, zum Beispiel:
Vor allem die Keyword-Ideen sind spannend. Dort findest du häufig Begriffe, an die du selbst zunächst gar nicht gedacht hast.
Genauso wichtig: Du erkennst dort auch Begriffe, die eben nicht zu deinem Angebot passen. Daraus entstehen später oft deine ersten auszuschließenden Keywords.
Eine gute Keyword-Recherche besteht nämlich nicht nur daraus, passende Suchbegriffe zu finden. Sie besteht auch daraus, irrelevante Suchanfragen frühzeitig auszuschließen.
Das verkürzt die Lernphase deiner Kampagnen, reduziert Streuverluste und sorgt dafür, dass dein Budget effizienter eingesetzt wird.
Ein wichtiger Hinweis: Wenn dein Google Ads Konto noch sehr neu ist oder kaum Budget ausgegeben wurde, zeigt dir der Keyword Planner beim Suchvolumen oft nur grobe Spannen an. Dann siehst du zum Beispiel Werte wie „1.000 bis 10.000 Suchanfragen pro Monat“ statt genauerer Zahlen.
Das ist nicht ideal, aber für eine erste Einschätzung trotzdem hilfreich.
Über Google Trends bekommst du ein Gefühl dafür, wie sich das Interesse an bestimmten Themen und Suchbegriffen entwickelt.
Das Tool zeigt dir nicht die exakten Suchvolumen wie der Keyword Planner, sondern vor allem die Entwicklung des Interesses im Zeitverlauf.
Das ist besonders hilfreich, wenn du wissen möchtest:
Google Trends eignet sich also besonders gut für saisonale Themen, Trendprodukte, aktuelle Marktbewegungen oder neue Begriffe, bei denen klassische Tools manchmal noch wenig Daten liefern.
Ein Tool, das bei der Keyword-Recherche oft unterschätzt wird, ist die Google Search Console.
Wenn deine Website bereits organische Sichtbarkeit hat, findest du dort echte Suchanfragen, über die Nutzer bereits auf deine Seite gekommen sind oder bei denen deine Website in den Suchergebnissen eingeblendet wurde.
Das ist extrem wertvoll, weil du hier keine theoretischen Ideen siehst, sondern echte Suchanfragen mit Bezug zu deiner Website.
In der Search Console kannst du unter anderem auswerten:
Gerade für Google Ads ist das spannend. Denn wenn du für bestimmte Begriffe organisch bereits Impressionen bekommst, aber noch nicht stark genug klickst oder sichtbar bist, können diese Suchbegriffe auch für bezahlte Kampagnen interessant sein.
Sistrix ist eines der bekanntesten Tools im deutschsprachigen Raum, wenn es um SEO, Sichtbarkeit und Wettbewerbsanalyse geht.
Für die Keyword-Recherche kannst du Sistrix sehr gut nutzen, um zu sehen, für welche Begriffe Websites organisch sichtbar sind.
Das ist besonders spannend, wenn du deine Mitbewerber analysierst.
Du kannst herausfinden:
Wenn ein Wettbewerber schon lange aktiv ist und gute Sichtbarkeit aufgebaut hat, steckt dort meist viel Arbeit, Erfahrung und Daten dahinter. Diese Informationen kannst du als Inspiration nutzen.
Aber wichtig: Nur weil ein Wettbewerber für ein Keyword sichtbar ist, heißt das nicht automatisch, dass dieses Keyword für dich profitabel ist.
Vielleicht hat der Wettbewerber eine andere Marge, eine andere Marke, bessere Landingpages oder ein anderes Geschäftsmodell.
Nutze Wettbewerbsdaten deshalb als Inspiration – nicht als blinde Kopiervorlage.
Ich persönlich nutze auch sehr gern Semrush.
Mit Semrush kannst du Domains analysieren und herausfinden, für welche Begriffe sie organisch und im bezahlten Bereich sichtbar sind.
Gerade für Google Ads ist das sehr spannend, weil du damit ein Gefühl dafür bekommst, welche Wettbewerber Anzeigen schalten und welche Suchbegriffe im Markt offenbar eine Rolle spielen.
Du kannst unter anderem analysieren:
Auch hier gilt: Nicht einfach kopieren, sondern verstehen. Die Daten helfen dir dabei, deinen Markt besser einzuschätzen und neue Ideen für deine Kampagnenstruktur zu entwickeln.
Wettbewerbsanalyse ist einer der wichtigsten Bestandteile einer guten Keyword-Recherche.
Wenn du weißt, wo deine Mitbewerber sichtbar sind, bekommst du schneller ein Gefühl dafür, welche Themen im Markt relevant sind.
Aber: Die Sichtbarkeit eines Wettbewerbers ist noch kein Beweis für Profitabilität.
Ein Mitbewerber kann auf Begriffe bieten, die für ihn funktionieren, für dich aber nicht. Oder er kann sogar Geld verbrennen, ohne dass du das von außen erkennst.
Deshalb solltest du Wettbewerbsdaten immer mit deiner eigenen Strategie abgleichen:
Erst wenn diese Fragen positiv beantwortet sind, wird ein Wettbewerbs-Keyword wirklich interessant.
Sobald deine Kampagnen laufen, bekommst du eine weitere extrem wichtige Datenquelle: den Suchbegriffsbericht.
Diesen findest du in Google Ads im Bereich Keywords und dort im Unterbereich Suchbegriffe.
Dort siehst du, welche echten Suchanfragen zur Ausspielung deiner Anzeigen geführt haben.
Das ist einer der wichtigsten Berichte für die laufende Optimierung.
Du erkennst dort:
Meine Empfehlung: Gehe diesen Bericht regelmäßig durch. Bei höherem Budget gern wöchentlich, sonst mindestens einmal im Monat.
Gerade bei weitgehend passenden Keywords oder bei automatisierten Kampagnentypen ist diese Kontrolle enorm wichtig.
Eine Möglichkeit, ohne klassische Keywordliste zusätzliche Suchanfragen zu erschließen, sind Dynamische Suchanzeigen.
Du gibst Google dabei deine Domain oder bestimmte Seitenbereiche deiner Website. Google scannt die Inhalte und entscheidet automatisiert, zu welchen Suchanfragen deine Seiten relevant sein könnten.
Die Anzeigen werden dann dynamisch auf Basis deiner Website-Inhalte erstellt.
Der große Vorteil: Du findest Suchbegriffe, an die du bei der manuellen Recherche vielleicht nicht gedacht hättest.
Außerdem kannst du später im Konto auswerten, über welche Suchbegriffe dynamische Anzeigen ausgeliefert wurden. Dadurch bekommst du neue Keyword-Ideen und kannst gleichzeitig irrelevante Begriffe ausschließen.
Ich finde Dynamische Suchanzeigen deshalb besonders spannend als Ergänzung zu klassischen Suchkampagnen.
Wichtig ist aber: Sie ersetzen keine saubere Strategie. Deine Website muss gut strukturiert sein, deine Inhalte müssen klar sein und du solltest regelmäßig kontrollieren, welche Suchbegriffe Google tatsächlich verwendet.
Google entwickelt seine Automatisierungsfunktionen im Suchnetzwerk immer weiter. Deshalb solltest du Dynamische Suchanzeigen nicht isoliert betrachten, sondern als Teil der allgemeinen Entwicklung hin zu stärker automatisierten Search-Kampagnen.
Eine weitere Möglichkeit sind Maximale Performance Kampagnen, also Performance Max.
Auch hier musst du keine klassische Keywordliste mehr hinterlegen. Google nutzt verschiedene Signale, wie deine Zielseite, deine Assets, deinen Produktfeed, deine Zielgruppensignale und deine Conversion-Daten, um die Anzeigen auszuspielen.
Performance Max kann sehr gut funktionieren, wenn die Grundlagen stimmen.
Dazu gehören vor allem:
Die Transparenz ist inzwischen besser als in den ersten Jahren, aber trotzdem nicht auf dem Niveau klassischer Suchkampagnen.
Du bekommst gewisse Einblicke in Suchthemen und Suchkategorien, aber nicht die gleiche Detailsteuerung wie bei einer klassischen keywordbasierten Suchkampagne.
Deshalb würde ich Performance Max nicht als Ersatz für eine saubere Keyword-Recherche sehen, sondern eher als zusätzlichen Kampagnentyp, der auf einer guten Datenbasis aufbauen kann.
Auch wenn Google immer stärker automatisiert, empfehle ich in den meisten Fällen weiterhin, mit keywordbasierten Suchkampagnen zu starten.
Warum?
Weil du dort am meisten lernst.
Du erkennst:
Diese Erkenntnisse sind später extrem wertvoll – auch für automatisierte Kampagnentypen.
Ein typischer sinnvoller Start sieht für viele Kunden so aus:
Eine gute Keywordliste ist nur der Anfang.
Damit eine Google Ads Kampagne wirklich funktioniert, müssen mehrere Dinge zusammenpassen:
Wenn du die besten Keywords hast, aber die Zielseite nicht überzeugt, wird die Kampagne trotzdem nicht profitabel.
Wenn dein Tracking nicht sauber ist, weißt du nicht, welche Keywords wirklich funktionieren.
Und wenn deine Anzeigen nicht zur Suchintention passen, verschenkst du Klickrate und Relevanz.
Deshalb betrachten wir Keyword-Recherche nie isoliert, sondern immer als Teil der gesamten Kampagnenstrategie.
Eine gute Keyword-Recherche besteht heute nicht mehr nur daraus, ein paar Begriffe in den Keyword Planner einzugeben.
Wirklich gute Recherche verbindet:
Wenn du das sauber machst, wird aus einer einfachen Keywordliste ein echter Wettbewerbsvorteil.
Du willst nicht nur irgendwie sichtbar werden. Du willst für die richtigen Suchanfragen sichtbar werden – nämlich für die Begriffe, bei denen deine Zielgruppe wirklich Interesse hat und dein Angebot eine passende Lösung liefert.
Dann lass uns gern darüber sprechen.
Wir schauen uns an, wo du aktuell sichtbar bist, welche Suchbegriffe für dein Angebot wirklich Potenzial haben und wie du deine Google Ads Kampagnen sauber strukturieren kannst.
Wenn du möchtest, analysieren wir auch, wie gut du dich bisher gegen deine Konkurrenz durchsetzt und welche Hebel du nutzen kannst, um mehr Sichtbarkeit, mehr Anfragen und mehr Umsatz zu erzielen.
Buche dir hier ein unverbindliches Strategiegespräch und wir schauen gemeinsam, welcher nächste Schritt für dich sinnvoll ist.
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