Kurz gesagt: Eine gute Keyword-Recherche für Google Ads beginnt nicht im Tool, sondern bei der Frage, was deine Zielgruppe mit einer Suche erreichen will. Erst danach sammelst du Ideen mit dem Keyword-Planer, der Search Console und Wettbewerbsdaten, bewertest sie nach Absicht, Volumen und Klickpreis und ordnest sie in klare Themen. Genauso wichtig wie die passenden Begriffe sind die auszuschließenden. Nach dem Start ersetzt der Suchbegriffsbericht jede Theorie.
Dieser Artikel ist für dich, wenn du eine neue Kampagne planst oder merkst, dass deine Anzeigen Klicks bringen, aber zu wenige Anfragen. Ich zeige dir, wie wir bei der Keyword-Recherche für unsere Kunden vorgehen und wie du auch ohne perfekte Liste sinnvoll startest.
Der häufigste Fehler ist, direkt mit Tools zu starten. Ein Keyword ist nie nur ein Wort, hinter jeder Suche steckt ein Ziel. Wer diese Unterschiede übersieht, kauft Klicks ein, die Besucher bringen, aber keine Kunden.
| Suchabsicht | Beispiel | Für Google Ads |
|---|---|---|
| Informieren | wärmepumpe funktionsweise | Meist zu früh, eher für Inhalte und SEO |
| Vergleichen | wärmepumpe oder gasheizung | Teilweise, mit gutem Ratgeber auf der Zielseite |
| Anbieter suchen | wärmepumpe installateur köln | Kern deiner Kampagne |
| Marke | dein Firmenname | Eigene Kampagne, günstig und wichtig |
Frag dich deshalb vorab: Welche Probleme will deine Zielgruppe lösen? Welche Worte nutzt sie dafür? Hör dir dazu an, wie Kunden im Erstgespräch formulieren, oder frag deinen Vertrieb. Diese Sprache ist oft näher an den echten Suchen als jede Fachbezeichnung.

Du findest ihn in Google Ads unter Tools und Planung. Er zeigt Suchvolumen, Wettbewerb, Saisonverläufe und verwandte Begriffe. Gerade die Ideen sind wertvoll, weil du dort oft auf Begriffe stößt, an die du selbst nicht gedacht hast, und auf solche, die nicht passen. Daraus entstehen deine ersten Ausschlüsse. Bei neuen Konten zeigt der Planer das Volumen oft nur in groben Spannen an, für eine erste Einschätzung reicht das.
Wenn deine Webseite schon organisch gefunden wird, siehst du dort echte Suchanfragen mit Impressionen, Klicks und Position. Begriffe mit vielen Impressionen, aber schwacher Position, sind gute Kandidaten für Anzeigen.
Mit Tools wie Semrush oder Sistrix siehst du, für welche Begriffe Wettbewerber organisch und bezahlt sichtbar sind. Nutze das als Inspiration, nicht als Kopiervorlage. Nur weil ein Wettbewerber auf einen Begriff bietet, ist er für dich noch nicht profitabel. Vielleicht hat er andere Margen, eine stärkere Marke oder verbrennt schlicht Geld, ohne dass du das von außen siehst.
Sobald deine Kampagnen laufen, siehst du unter Keywords und Suchbegriffe, bei welchen echten Suchanfragen deine Anzeigen erschienen sind. Hier erkennst du, was funktioniert, welche Begriffe du als eigene Keywords aufnimmst und welche du ausschließt. Bei höherem Budget schau wöchentlich hinein, sonst mindestens einmal im Monat. Wie die Keyword-Optionen bestimmen, welche Suchen deine Anzeige auslösen, erkläre ich in Keyword-Optionen.
Dynamische Suchanzeigen, weitgehend passende Keywords und Performance Max finden Suchanfragen auch ohne vollständige Keywordliste. Google liest dafür deine Webseite und deine Signale aus. Das kann sehr gute neue Begriffe aufdecken. Es funktioniert aber nur mit sauberem Conversion-Tracking und regelmäßigem Blick in die Suchbegriffe, sonst kauft die Automatik auch viel Unpassendes ein.
Weitere Fehler, die Geld kosten, findest du in 13 Google Ads Fehler.
Die beste Keywordliste entsteht nicht im Tool, sondern aus dem Verständnis deiner Kunden. Tools liefern Ideen und Zahlen, die Entscheidung triffst du über die Suchabsicht. Starte mit wenigen, klaren Themen, schließe Unpassendes von Anfang an aus und lass danach die echten Suchbegriffe sprechen.
Weniger als viele denken. Für eine Leistung reichen oft 10 bis 20 gut gewählte Begriffe mit passender Wortgruppe und genau passend. Wichtiger ist eine klare Absicht pro Anzeigengruppe.
Für Google Ads ist der Keyword-Planer der wichtigste Startpunkt, weil er direkt aus Googles Daten kommt. Search Console und Wettbewerbstools wie Semrush ergänzen ihn gut.
Nur wenn die Absicht passt. Allgemeine Begriffe mit hohem Volumen bringen oft viele Klicks von Menschen, die sich nur informieren. Spezifischere Begriffe mit weniger Volumen bringen meist mehr Anfragen pro Euro.
Das Keyword buchst du in Google Ads ein. Der Suchbegriff ist das, was ein Nutzer tatsächlich eingibt. Über die Keyword-Option legst du fest, welche Suchbegriffe zu deinem Keyword passen.
Deine Anzeigen bringen Klicks, aber zu wenige Anfragen? Schreib mir über das Kontaktformular, kurz mit deinem monatlichen Werbebudget und deinem Ziel. Ich sage dir, wo ich bei deinen Keywords ansetzen würde.
Willst du es selbst umsetzen? Im Google Ads Mentoring begleite ich dich dabei Schritt für Schritt.
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