7 inspirierende Google Ads-Ideen

• • •

Brauchst du neuen Input für deine Google Ads-Kampagnen?

Soll der Kampagnenausbau nicht nur „irgendwie“, sondern möglichst zielgerichtet, effizient und mit echtem Hebel passieren?

Dann findest du hier sieben Ideen, mit denen du bestehende Kampagnen verbessern, sauberer steuern und oft auch profitabler machen kannst.

Mir geht es dabei nicht um irgendwelche Spielereien, sondern um Ansätze, die in der Praxis wirklich einen Unterschied machen können.

Nicht jede Idee passt zu jedem Konto. Aber genau darum ist so ein Artikel hilfreich: Du kannst prüfen, welche Hebel für dein Geschäftsmodell, deine Datenlage und deine Ziele wirklich sinnvoll sind.

Also: Lass dich inspirieren, denke die Punkte einmal für dein Konto durch und setze anschließend die Maßnahmen um, die am meisten Potenzial haben. 

1. Remarketing nur für wirklich aktive Nutzer

Wenn du Google Ads Remarketing bereits nutzt, ist das schon ein sehr guter Schritt.

Noch besser wird es aber, wenn du nicht einfach alle Website-Besucher erneut ansprichst, sondern nur die Nutzer, die wirklich Interesse gezeigt haben.

Denn ganz ehrlich: Jemand, der zwei Sekunden auf deiner Website war und direkt wieder abgesprungen ist, hat meistens nicht dieselbe Qualität wie jemand, der mehrere Seiten angesehen, ein Produkt besucht oder länger auf deiner Website verbracht hat.

Genau deshalb kann es sinnvoll sein, Remarketing nicht pauschal auf alle Besucher laufen zu lassen, sondern auf eine aktivere Zielgruppe.

Typische Signale dafür können zum Beispiel sein:

  • mindestens 60 Sekunden auf der Website
  • mindestens 3 Seiten besucht
  • eine Produktseite aufgerufen
  • etwas in den Warenkorb gelegt
  • einen wichtigen Button geklickt

Die Logik dahinter ist einfach: Du konzentrierst dein Budget auf Nutzer, die mit höherer Wahrscheinlichkeit noch einmal zurückkehren und später konvertieren.

Gerade bei kleineren Budgets ist das oft deutlich effizienter als ein breites Remarketing auf alle Besucher.

Wenn du mit Google Analytics 4 oder dem Google Tag Manager arbeitest, kannst du solche Zielgruppen sehr gut definieren. Noch sauberer wird es, wenn du nicht nur auf Aufenthaltsdauer schaust, sondern auf echte Verhaltenssignale wie Produktaufrufe, Warenkorb-Aktionen oder wichtige Seitenbesuche.

Für Shops ist außerdem dynamisches Remarketing weiterhin besonders spannend, weil Nutzer dann genau die Produkte erneut sehen können, die sie sich vorher bereits angesehen haben.

2. Negatives Remarketing

Passend zum ersten Punkt solltest du auch darüber nachdenken, welche Nutzer du nicht erneut ansprechen möchtest.

Genau das ist negatives Remarketing.

Die Idee ist simpel: Es gibt Zielgruppen, für die du bewusst kein weiteres Geld mehr ausgeben solltest.

Zum Beispiel:

  • Nutzer mit sehr kurzer Sitzungsdauer
  • Nutzer, die sofort wieder abgesprungen sind
  • bereits konvertierte Käufer
  • Bestandskunden, wenn die Kampagne nur auf Neukunden zielt

Gerade im Bereich digitaler Produkte, Online-Shops oder Lead-Kampagnen sehe ich oft, dass Käufer oder bereits abgeschlossene Leads trotzdem weiter in Remarketing-Kampagnen hängen.

Das kostet unnötig Geld.

Wenn jemand bereits gekauft hat, braucht er häufig nicht dieselbe Remarketing-Anzeige noch zehnmal zu sehen.

Viel sinnvoller ist es dann, diese Nutzer auszuschließen oder mit einer anderen Botschaft anzusprechen – etwa per Cross-Selling, Upselling oder Reaktivierung.

Negatives Remarketing spart also nicht nur Budget, sondern sorgt auch für eine deutlich sauberere Zielgruppensteuerung.

3. RLSA auf generische Begriffe

Remarketing funktioniert nicht nur im Display-Bereich.

Du kannst deine Listen auch im Suchnetzwerk nutzen – also direkt in klassischen Google-Suchkampagnen.

Das ist besonders spannend, wenn es um generische Suchbegriffe geht, die in der breiten Ausspielung eigentlich zu teuer wären.

Warum?

Weil generische Keywords oft viel Suchvolumen haben, aber auch teuer und ungenau sein können. Wenn du diese Begriffe aber nur Nutzern zeigst, die deine Marke oder deine Website bereits kennen, steigt die Chance auf eine Conversion oft deutlich.

Typisches Beispiel:

Ein allgemeiner Begriff wie „Beratung online“, „Fitnessprogramm“ oder „CRM Software“ ist in der kalten Suche vielleicht zu teuer oder zu ungenau. Wenn du diesen Begriff aber nur früheren Website-Besuchern zeigst, kann das plötzlich sehr sinnvoll werden.

Der große Vorteil: Diese Nutzer kennen dich bereits. Du bist also nicht mehr komplett austauschbar.

Zusätzlich kannst du die Anzeigenbotschaften spezifischer formulieren – zum Beispiel mit dem Hinweis, dass der Nutzer bereits Kontakt mit deiner Website hatte, ein Produkt gesehen hat oder jetzt den nächsten Schritt gehen kann.

Wichtig ist nur, dass du die Zielgruppeneinstellung sauber prüfst. Gerade der Unterschied zwischen Ausrichtung und Beobachtung ist hier entscheidend.

Wenn du nur Remarketing-Nutzer erreichen willst, brauchst du die passende Ausrichtung. Wenn du sie nur beobachten und anders bewerten willst, ist Beobachtung der richtige Weg.

4. Brutto- und Nettoumsatz sauber abgleichen

Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt – und trotzdem wird er in vielen Konten immer noch nicht sauber gelöst.

Wenn du in Google Ads Bestellungen oder Leads mit einem Wert misst, dann sieht das im ersten Moment gut aus. Aber dieser erste Wert ist oft noch nicht der tatsächliche Wert, der später wirklich bei dir ankommt.

Warum?

Weil es in der Realität Stornos, Rücksendungen, Teilretouren, Fake-Bestellungen, nicht bestätigte Verträge oder ausfallende Leads gibt.

Das heißt: Der ursprünglich gemessene Umsatz ist nicht automatisch der echte Nettowert.

Gerade bei Shops oder Lead-Modellen mit Nachqualifizierung kann das ein riesiger Unterschied sein.

Und genau das wird problematisch, wenn automatische Gebotsstrategien auf diesen ungefilterten Zahlen optimieren.

Denn Google sieht zuerst nur: Hier wurden viele Conversions mit hohem Wert gemessen.

Ob davon später etwas storniert wird oder nie realer Umsatz wird, weiß das System zunächst nicht.

Die Lösung dafür sind Offline Conversions beziehungsweise nachgelagerte Conversion-Importe.

Die Grundidee:

  • Der Klick über Google Ads wird über eine eindeutige Kennung erfasst.
  • Diese Kennung wird in deinem Shop, CRM oder System gespeichert.
  • Später importierst du den tatsächlichen Wert zurück in Google Ads.

So kann Google nicht nur auf Bestellungen optimieren, sondern auf die Umsätze oder Leads, die tatsächlich realisiert wurden.

Das ist vor allem dann extrem wertvoll, wenn es große Unterschiede zwischen anfänglicher Bestellung und echtem Umsatz gibt.

Mit anderen Worten: Du gibst Google damit endlich die besseren Daten.

Und bessere Daten führen langfristig fast immer zu besseren Entscheidungen im System.

5. Kampagnentests mit Entwürfen und Experimenten

Viele Änderungen in Google Ads sind riskant, wenn du sie direkt im Live-Betrieb auf das gesamte Konto ausrollst.

Zum Beispiel:

  • höhere Gebote
  • andere Assets
  • neue Zielgruppen
  • veränderte Kampagneneinstellungen
  • andere Anzeigenbotschaften

Genau dafür gibt es Kampagnentests mit Entwürfen und Experimenten.

Die Idee ist einfach:

Du erstellst von einer bestehenden Kampagne einen Entwurf, nimmst dort die gewünschten Änderungen vor und testest diese dann kontrolliert gegen die Original-Kampagne.

So musst du nicht sofort alles umstellen, sondern kannst erst einmal mit einem kleineren Teil des Traffics prüfen, was passiert.

Das ist besonders sinnvoll, wenn du größere Änderungen testen möchtest und nicht einfach blind hoffen willst, dass es schon besser wird.

Typische Anwendungsfälle:

  • anderes Bidding
  • neue Zielseiten
  • andere Preis-Kommunikation
  • geänderte Kampagnenstruktur
  • neue Erweiterungen beziehungsweise Assets

Der große Vorteil: Du bekommst einen deutlich saubereren Vergleich als bei Bauchgefühl-Optimierungen.

Und du minimierst das Risiko, mit einer größeren Änderung gleich die komplette Kampagnenleistung zu beschädigen.

6. Preis-Assets nutzen

Dieser Punkt wird meiner Erfahrung nach immer noch deutlich zu selten genutzt.

Gerade wenn du Produkte, Dienstleistungen oder klar definierte Angebote hast, können Preis-Assets sehr interessant sein.

Der Vorteil liegt auf der Hand:

Du machst dem Nutzer schon in der Anzeige deutlich klarer, in welcher Preiswelt er sich bewegt.

Das kann zwei starke Effekte haben:

  • Du ziehst qualifiziertere Klicks an.
  • Du filterst unpassende Nutzer früher aus.

Das heißt: Ja, es kann sein, dass der Klickpreis im Einzelfall steigt. Aber wenn dafür die Qualität des Traffics besser wird, ist das oft ein guter Tausch.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die CTR oder der CPC, sondern immer die Frage:

Bringt mir der Traffic später auch bessere Ergebnisse?

Gerade bei Dienstleistungen, Produktkategorien, Paketen oder klaren Preisstufen können Preis-Assets sehr hilfreich sein.

Wichtig ist nur, dass die Angaben aktuell bleiben. Veraltete Preise wirken schnell unprofessionell und können Vertrauen kosten.

7. Demografische Aussteuerung

Ein oft unterschätzter Bereich in Google Ads sind die demografischen Merkmale.

Darüber kannst du dir anschauen, wie verschiedene Altersgruppen, Geschlechter oder andere demografische Segmente in deinen Kampagnen performen.

Das ist deshalb spannend, weil es in vielen Konten deutliche Unterschiede gibt.

Vielleicht konvertiert eine Altersgruppe deutlich besser als andere.

Vielleicht gibt es Segmente, die dir regelmäßig Klicks und Kosten bringen, aber kaum Ergebnisse.

Genau daraus kannst du sinnvolle Schlüsse ziehen.

Zum Beispiel:

  • Gebote für starke Gruppen erhöhen
  • schwache Gruppen reduzieren
  • bestimmte Segmente testweise ausschließen

Natürlich solltest du dabei nicht zu früh reagieren. Gerade bei kleinen Datenmengen kann das Bild schnell verzerrt sein.

Aber wenn du über genügend Daten verfügst, ist dieser Bereich oft ein sauberer Optimierungshebel.

Wichtig ist auch hier: Nicht blind nach Gefühl entscheiden, sondern die Zahlen sprechen lassen.

Fazit zu diesen 7 Google Ads-Ideen

Vielleicht war für dich nicht jede Idee neu.

Aber oft reicht schon ein einzelner Impuls, um im eigenen Konto wieder auf neue Gedanken zu kommen.

Genau darum ging es in diesem Artikel.

Die meisten Konten haben nicht zu wenig Funktionen zur Verfügung – sondern nutzen die vorhandenen Möglichkeiten oft noch nicht konsequent genug.

Wenn du also aus diesem Artikel etwas mitnehmen willst, dann vielleicht das:

  • Sprich im Remarketing nicht einfach alle an, sondern die richtigen.
  • Schließe unnötige Zielgruppen bewusst aus.
  • Nutze Such-Remarketing strategisch.
  • Gleiche reale Werte sauber ab.
  • Teste Änderungen kontrolliert.
  • Mache Preise und Zielgruppensteuerung bewusster nutzbar.

Denke jetzt einmal für dein eigenes Konto durch, welche dieser Punkte für dich wirklich sinnvoll sind.

Und dann: nicht nur lesen, sondern umsetzen.

Denn genau dort entsteht später der Unterschied in der Performance.

Melde dich jetzt zum Google Ads Kurs an:

Sichere dir zusätzlich jetzt den exklusiven Report 📥 zum Herunterladen 📥 und mache Schluss mit Geldverschwendung.

Autor

ProvenExpert Banner

4 Kommentare

  • Hi Christoph, sehr interessante Tipps. Danke!
    Frage zur 2. Negative Remarketing Liste: Hast du diese in Ads direkt erstellt? (Siehe Screenshot)
    Gruß Ralph
  • Hey Ralph,

    ja, die habe ich direkt in Ads erstellt. Ich werde in den nächsten Wochen die Artikel und somit auch die Screenshots aktualisieren - dann ist es wieder klarer erkennbar ;)

    Viele Grüße
    Christoph
  • Echt hilfreich und mega spannend. Diese Hacks habe ich sonst noch nirgends gesehen/gehört. Werbung braucht auch Kreativität und Technik. Genau dazu gibst hier Ideen
  • Hallo Fraenzi,

    vielen Dank für dein Lob!

    Viele Grüße
    Christoph

Was denkst du?

Copyright 2026 Christoph Mohr | Alle Rechte vorbehalten | Informationen zum Datenschutz | Impressum


Dieses Blog basiert auf der Inbound Marketing-Plattform Chimpify

Melde dich jetzt zum Google Ads Kurs an:

Sichere dir zusätzlich jetzt den exklusiven Report 📥 zum Herunterladen 📥 und mache Schluss mit Geldverschwendung.