Wie beginnt man eigentlich mit einer guten Keyword-Recherche?
Welche Tools helfen dir wirklich weiter – und welche nutzt man in der Praxis auch regelmäßig?
Genau darum geht es in diesem Artikel.
Ich stelle dir hier die aus meiner Sicht wichtigsten Google Ads Tools und Recherche-Helfer vor. Einige davon kommen direkt von Google, andere sind externe Tools für Wettbewerbsanalyse, Keyword-Ideen oder Marktverständnis.
Wichtig ist dabei: Kein Tool ersetzt dein eigenes Denken.
Aber die richtigen Tools helfen dir dabei, schneller auf gute Ideen zu kommen, bessere Keywords zu finden, Suchverhalten zu verstehen und Kampagnen sauberer aufzubauen.
Anwendungsgebiete: Keyword-Recherche für SEA und SEO, Schätzung von Suchvolumen, CPC-Tendenzen, Ausschluss-Keywords, Kampagnenplanung.
Beginnen wir mit dem Google-eigenen Keyword-Planer.
Du findest ihn direkt in Google Ads im Bereich Tools. Für viele Werbetreibende ist das der erste sinnvolle Startpunkt bei der Keyword-Recherche.
Du kannst dort entweder bereits überlegte Suchbegriffe eingeben oder mit einer Website-URL arbeiten. Das ist besonders praktisch, wenn du noch ganz am Anfang stehst oder dir auch auf Basis von Wettbewerberseiten Ideen holen möchtest.
Nach der Eingabe und Auswahl von Land, Sprache und weiteren Einstellungen kommst du in die Auswertung. Dort siehst du zum einen Daten zu deinen eingegebenen Begriffen und zum anderen weitere Keyword-Ideen, die Google für relevant hält.
Spannend sind dabei vor allem:
Wichtig ist nur: Die angegebenen Klickpreise und Prognosen sind immer eher eine grobe Orientierung als eine exakte Wahrheit. Dein tatsächlicher CPC kann später deutlich davon abweichen.
Trotzdem ist der Keyword-Planer ein sehr guter Startpunkt – vor allem, weil du hier direkt aus der Google-Welt selbst arbeitest.
Anwendungsgebiete: Trends erkennen, Saisonalitäten verstehen, Content-Ideen finden, Keyword-Recherche für SEA und SEO.
Google Trends ist eines dieser Tools, das viele kennen – aber in der Praxis viel zu selten wirklich nutzen.
Dabei ist es extrem hilfreich, wenn du verstehen willst, wie sich Suchinteressen im Zeitverlauf entwickeln.
Du kannst dort jeden beliebigen Suchbegriff eingeben und dir anschauen, wie stark das Interesse im Zeitverlauf war. Außerdem kannst du Begriffe vergleichen, Regionen analysieren und verwandte Suchanfragen ansehen.
Das ist besonders wertvoll, wenn du saisonale Produkte oder Dienstleistungen bewirbst.
Ein klassisches Beispiel sind Winterreifen: Das Interesse steigt zu bestimmten Monaten deutlich an. Genau solche Muster kannst du über Google Trends sehr schnell erkennen.
Wenn du weiter nach unten scrollst, findest du außerdem verwandte Themen und verwandte Suchanfragen. Das kann dir neue Ideen für Keywords, Themencluster, Ausschlüsse oder Content-Ansätze geben.
Für Google Ads ist Google Trends deshalb nicht nur ein Trend-Tool, sondern auch ein sehr guter Helfer für bessere Planung und Timing.
Anwendungsgebiete: Keyword-Recherche, Suchintention verstehen, Formulierungen und Nutzerlogik erkennen.
Ja, genau: Google selbst ist eines der besten Recherche-Tools überhaupt.
Und zwar nicht nur, weil du dort Suchergebnisse siehst – sondern weil dir Google an mehreren Stellen direkt Hinweise darauf gibt, wonach Nutzer tatsächlich suchen.
Besonders spannend sind dabei zwei Bereiche:
Wenn du einen Begriff eintippst, zeigt dir Google direkt die häufigsten Ergänzungen an. Das gibt dir oft schon ein sehr gutes Gefühl dafür, wie Nutzer wirklich suchen und welche Varianten relevant sind.
Wenn du anschließend die Suche ausführst und ganz nach unten scrollst, findest du zusätzlich die ähnlichen Suchanfragen. Auch dort stecken oft richtig gute Ideen für Keywords, Themen und Suchintentionen drin.
Der große Vorteil an dieser Methode: Du bist direkt am echten Suchverhalten der Nutzer.
Anwendungsgebiete: Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse, SEO- und SEA-Analysen, Anzeigenbeobachtung, Traffic-Schätzungen.
Semrush ist eines der mächtigsten Recherche- und Analyse-Tools im Online-Marketing.
Vor allem dann, wenn du nicht nur auf dein eigenes Konto schauen willst, sondern auch verstehen möchtest, was Wettbewerber tun.
Mit Semrush kannst du unter anderem analysieren:
Gerade für den Ausbau von Kampagnen oder für Marktverständnis ist das extrem hilfreich.
Denn oft kommst du über die Wettbewerbsanalyse auf Keyword-Ideen, Positionierungen oder Themen, auf die du allein gar nicht so schnell gekommen wärst.
Semrush ist kostenpflichtig, aber gerade für Agenturen, Inhouse-Teams und fortgeschrittene Werbetreibende oft ein sehr wertvolles Tool.
Anwendungsgebiete: Wettbewerbsanalyse, Traffic-Schätzung, Kanalverteilung, Marktverständnis.
Similarweb ist besonders dann spannend, wenn du ein Gefühl dafür bekommen möchtest, wie sich der Traffic einer Website grob zusammensetzt.
Du kannst dort eine Domain eingeben und bekommst – je nach Website – interessante Schätzungen zu:
Natürlich sind das immer Schätzwerte und keine exakten Analytics-Daten. Trotzdem ist Similarweb oft sehr hilfreich, wenn du Märkte besser verstehen oder die Rolle einzelner Traffic-Kanäle bei Wettbewerbern einordnen willst.
Anwendungsgebiete: unpersonalisierte Suchergebnisse sehen, Anzeigen prüfen, Standorte und Geräte simulieren.
Vielleicht kennst du eines dieser Szenarien:
Genau dafür ist das Tool zur Anzeigenvorschau und -diagnose sehr hilfreich.
Denn die normale Google-Suche ist stark personalisiert. Standort, Suchverhalten und bisherige Klicks beeinflussen, was du siehst.
Mit der Anzeigenvorschau kannst du Suchergebnisse deutlich neutraler prüfen.
Du gibst dort einfach Suchbegriff, Standort, Sprache und Gerät ein und bekommst eine Vorschau der Suchergebnisseite.
Das ist besonders hilfreich, wenn du prüfen möchtest:
Für eine realistische, unpersonalisierte Einschätzung ist dieses Tool deutlich sinnvoller als ständiges manuelles Googeln.
Anwendungsgebiete: Keyword-Recherche, Content-Ideen, Fragen und Themencluster finden.
AnswerThePublic ist besonders dann spannend, wenn du nicht nur einzelne Keywords suchst, sondern verstehen möchtest, welche Fragen, Formulierungen und Themen rund um einen Begriff existieren.
Das Tool bereitet Suchanfragen visuell auf und zeigt dir, welche Fragestellungen Menschen im Zusammenhang mit einem Thema eingeben.
Das ist vor allem hilfreich für:
Auch für Google Ads kann das spannend sein – vor allem dann, wenn du neue Keyword-Ideen suchst oder deine Zielgruppe besser verstehen willst.
Wenn du eine Website betreibst, gehört die Google Search Console aus meiner Sicht unbedingt mit in die Werkzeugkiste.
Sie zeigt dir, über welche Suchanfragen deine Website bereits in der organischen Suche sichtbar ist. Genau daraus kannst du oft sehr gute Ideen für SEO, SEA und Landingpages ableiten.
Wenn du wissen willst, wie Wettbewerber Anzeigen gestalten oder welche Botschaften im Markt unterwegs sind, lohnt sich auch ein Blick auf transparente Werbeumfelder und Wettbewerbsbeobachtung.
Gerade in umkämpften Märkten hilft dir das oft dabei, bessere Anzeigenwinkel und Positionierungen zu entwickeln.
Wenn deine Marke bereits bekannt ist oder Affiliates eine Rolle spielen, können spezialisierte Brand-Monitoring-Tools sinnvoll sein.
Sie helfen dir dabei, Brand-Bidding oder fragwürdige Anzeigen-Ausspielungen auf deine Markenbegriffe schneller zu erkennen.
Die besten Google Ads Tools sind nicht automatisch die teuersten.
Oft ist die entscheidende Frage eher:
Welches Tool hilft dir gerade bei deinem nächsten sinnvollen Schritt?
Wenn du neue Keywords suchst, ist der Keyword-Planer ein sehr guter Startpunkt.
Wenn du Trends verstehen willst, ist Google Trends stark.
Wenn du Wettbewerber analysieren möchtest, sind Semrush und Similarweb sehr hilfreich.
Wenn du Suchintentionen und Formulierungen verstehen willst, helfen dir Google selbst und AnswerThePublic enorm weiter.
Und wenn du Anzeigen neutral prüfen möchtest, ist die Anzeigenvorschau Gold wert.
Mein Rat wäre deshalb: Nutze nicht einfach möglichst viele Tools gleichzeitig, sondern baue dir einen klaren Workflow auf.
Denn genau dann werden Tools nicht nur interessant – sondern wirklich nützlich.
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Schöne Grüße,
Oliver
Ist es dann aber nicht auch so dass startpage.com eigentlich die gleichen Anzeigen wie auf google.de bei exakt der gleichen Suche/Suchbegriff anzeigen müsste (da ja komplett auf die Google-Suche zugegriffen wird)?? In meinen Test zeigt starpage.com immer deutlich weniger Anzeigen an (Standardeinstellung, also ich hab die Anzeigen nicht ausgeschaltet) als bei google.de an. Auch die Werbetreibenden der Anzeigen unterscheiden sich.
es wird nicht komplett identisch sein, weil Startpage ein Suchnetzwerkpartner ist und jeder Werbetreibende in Google Ads dies in den Einstellungen deaktivieren kann.
Deckungsgleich ist dann eher direkt auf Google den URL Parameter &pws=0 anzuhängen.
Viele Grüße
Christoph
klasse Übersicht über einige hilfreiche tools, danke Dir. Unter 6. schreibst Du: "Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung des Dienstes www.startpage.com Hier hast du den vollen Zugriff auf die Google-Suche, aber unpersonalisiert!" Du meinst damit sicher Zugriff auf die Suche mit Startpage.com und dessen Anzeigen oder verstehe ich da was nicht (Zugriff auf google Suche mit Startpage.com?)
Grüße,
Oliver
Startpage.com greift komplett auf die Google-Suche zu und zeigt dir sowohl Anzeigen als auch organische Ergebnisse (SEA und SEO) an - aber eben ohne eine Personalisierung durch Google auf dich als Nutzer.
Ich hoffe, das konnte ich verständlicher rüberbringen.
Viele Grüße
Christoph
Danke für diesen nützlichen und übersichtlichen Beitrag.
Grüsse
Silvester
sehr gern und vielen Dank für das Lob!
Christoph
danke dir! Klar, für das Thema Amazon gibt es noch mal eine eigene Toolsammlung ;)
VG
Christoph
Was denkst du?