In Schulungen und Kundenterminen fallen mir in Google Ads-Konten sehr häufig dieselben Versäumnisse auf.
Manchmal sind es schon bei den Basics gravierende Fehler. Nicht selten kommen solche Konten sogar von anderen Agenturen. Manchmal muss man aber auch etwas tiefer im Thema sein, um bestimmte Funktionen wirklich effizient zu nutzen.
Ich möchte dir in diesem Artikel zeigen, was aus meiner Sicht die größten Google Ads Fehler beziehungsweise Versäumnisse sind.
Nicht immer geht es dabei um einen direkten „Fehler“. Oft sind es auch einfach Funktionen, Strategien oder Hebel, die gar nicht oder nur halb genutzt werden.
Und genau da liegt oft viel Potenzial.
Steigen wir ein.
Google bewertet deine Kampagnen unter anderem über den Qualitätsfaktor.
Die wichtigsten Bestandteile dabei sind die Klickrate, die Anzeigenrelevanz und die Zielseite.
Diese drei Dinge bekommst du nur sauber zusammen, wenn im Konto ein klarer roter Faden erkennbar ist.
Das bedeutet:
Du hast nicht nur eine Kampagne, eine Anzeigengruppe und darunter alle Keywords bunt gemischt.
Sondern du baust dein Konto thematisch sauber auf – mit passenden Kampagnen und darunter spezifischen Anzeigengruppen.
Nur so kannst du eng gefasste Keywords mit wirklich passenden Anzeigentexten und Zielseiten kombinieren.
Genau das ist später oft die Grundlage für bessere Qualitätsfaktoren, bessere Klickraten und häufig auch günstigere Klickpreise.
Als groben Richtwert kannst du etwa 5 bis 50 Keywords pro Anzeigengruppe ansetzen. Wenn es deutlich mehr werden, wird die Ansprache oft zu unspezifisch.
Du schaltest Anzeigen, gibst Geld aus, bekommst Klicks – aber weißt nicht genau, was daraus später wird?
Genau das machen leider immer noch viele Werbetreibende.
Dann fehlt dir der genaue Überblick über Fragen wie:
Ohne sauberes Conversion Tracking fehlt dir die wichtigste Grundlage für Optimierung.
Dabei ist genau das der große Vorteil von Online-Marketing: Du kannst Erfolge direkt messen.
Typische Conversion-Arten sind:
Wenn du Google Ads ernsthaft betreibst, gehört Conversion Tracking nicht zu den Extras, sondern ganz klar zur Pflicht.
Google macht es einem auf den ersten Blick leicht.
Du kannst Gebotsstrategien wie Ziel-CPA, Ziel-ROAS, Klicks maximieren oder Conversions maximieren auswählen – und Google übernimmt den Rest.
Das Problem ist nur: Viele setzen diese Strategien ein, obwohl viel zu wenig Daten vorhanden sind.
Wenn eine Kampagne zum Beispiel nur zwei Conversions im Monat erzielt, hat Google kaum eine belastbare Grundlage, um sinnvoll zu optimieren.
Dann passiert oft Folgendes:
Das System wird immer defensiver, die Gebote sinken, wichtige Keywords werden kaum noch ausgespielt und irgendwann kommt fast gar nichts mehr.
Gerade frühere Top-Keywords können davon betroffen sein.
Wichtig ist deshalb:
Als grober Richtwert sind mehr als 30 Conversions pro Monat in einer Kampagne oft eine deutlich bessere Grundlage als nur ein paar vereinzelte Abschlüsse.
In den Kampagneneinstellungen stecken einige Punkte, die viele Werbetreibende übersehen oder falsch einordnen.
Gerade bei den Standortoptionen wird häufig nicht genau hingeschaut.
Dann kann es passieren, dass Google deine Anzeigen nicht nur Menschen in deinem Zielgebiet zeigt, sondern auch Nutzern, die laut Google nur „Interesse“ an diesem Ort haben.
Das kann schnell zu Impressionen und Klicks aus Regionen führen, in denen du eigentlich gar nicht werben möchtest.
Und genau das kostet dann unnötig Budget.
Deshalb solltest du Kampagnen-Einstellungen nie einfach blind übernehmen, sondern immer prüfen:
Viele Konten verlieren schon hier unnötig Geld – ganz ohne dass der eigentliche Kampagnenaufbau das Problem wäre.
Assets sorgen dafür, dass deine Anzeige mehr Platz einnimmt und dem Nutzer zusätzliche Informationen bietet.
Viele Konten nutzen davon aber viel zu wenig.
Ich empfehle dir, pro Kampagne mindestens mehrere sinnvolle Assets einzusetzen – nicht nur eins oder zwei.
Je nach Geschäftsmodell sind besonders wichtig:
Der Vorteil: Deine Anzeige wird sichtbarer, informativer und oft auch attraktiver angeklickt.
Das kann sich positiv auf die Klickrate und indirekt auch auf die Performance auswirken.
Wichtig ist nur, dass die Assets wirklich sinnvoll zum Angebot passen und aktuell gehalten werden.
In Google Ads kannst du Gebotsanpassungen für verschiedene Bereiche setzen.
Zum Beispiel für:
Gerade bei Geräten ist das oft ein sehr wichtiger Hebel.
In vielen Konten ist die Performance über Smartphones ganz anders als über Desktop.
Manchmal wird mobil sehr viel Budget ausgegeben, aber deutlich schlechter konvertiert.
Dasselbe gilt für Standorte oder Tageszeiten.
Nicht jede Region, nicht jeder Wochentag und nicht jede Uhrzeit performt gleich gut.
Wenn du hier sauber auswertest, kannst du Budget deutlich effizienter verteilen.
Wichtig ist aber auch: Wenn du bestimmte automatische Gebotsstrategien nutzt, übernimmt Google viele dieser Anpassungen selbst. Dann kannst du nicht alles manuell steuern.
Deshalb musst du immer wissen, welche Strategie gerade aktiv ist und welche Hebel dir überhaupt noch direkt zur Verfügung stehen.
In Google Ads gibt es verschiedene Keyword-Optionen beziehungsweise Keyword-Übereinstimmungen.
Damit steuerst du, wie eng oder wie breit Google deine Keywords passenden Suchanfragen zuordnet.
Die wichtigsten sind heute vor allem:
Wenn du das nicht sauber steuerst, kann es passieren, dass Google deine Anzeigen zu Suchanfragen ausspielt, die zwar grob ähnlich sind, aber eigentlich nicht sauber zu deinem Angebot passen.
Gerade deshalb ist es sinnvoll, wichtige und bereits erfolgreiche Suchbegriffe auch als genau passende Keywords einzubuchen.
So gibst du Google ein klareres Signal und behältst mehr Kontrolle über die Ausspielung.
Weitgehend passende Keywords können weiterhin sinnvoll sein – aber eben nicht unkontrolliert und schon gar nicht ohne regelmäßige Auswertung der Suchanfragen.
Das ist einer der häufigsten Google Ads Fehler überhaupt.
Sobald du weitgehend passende Keywords oder Wortgruppen nutzt, ordnet Google viele verschiedene Suchanfragen deinen Anzeigen zu.
Nicht alle davon sind sinnvoll.
Manche sind zu ungenau. Manche sind irrelevant. Manche kosten nur Geld und bringen keine Ergebnisse.
Deshalb solltest du die Suchanfragen regelmäßig prüfen und unpassende Begriffe ausschließen.
So verhinderst du, dass Google in Zukunft weiter unnötige Anzeigen dazu schaltet.
Das spart Budget und erhöht gleichzeitig die Qualität des Traffics.
In jedem funktionierenden Google Ads-Konto gibt es Keywords, die besonders gut laufen.
Also Begriffe mit guter Conversion-Rate, starkem CPA oder gutem ROAS.
Gerade diese Top-Keywords solltest du besonders genau im Blick behalten.
Denn wenn diese Begriffe nicht oft genug ausgespielt werden, lässt du unter Umständen sehr wertvollen Traffic liegen.
Wichtige Kennzahl dabei ist der Anteil an möglichen Impressionen.
Wenn dieser bei deinen besten Keywords deutlich unter 90 Prozent liegt, hat das häufig zwei Hauptgründe:
Zusätzlich solltest du dir den Qualitätsfaktor anschauen.
Gerade bei wichtigen Keywords sollte dieser möglichst hoch sein. Ein Wert ab 7 ist oft ein guter Zielbereich.
Wenn er darunter liegt, solltest du an den typischen Hebeln arbeiten:
Gerade bei den wichtigsten Keywords lohnt sich diese Detailarbeit besonders.
Über diese Funktion wird erstaunlich selten gesprochen.
Dabei kannst du in Suchkampagnen sehr wohl erkennen, wie verschiedene Altersgruppen und Geschlechter performen.
Und du kannst daraus auch Konsequenzen ziehen.
Wenn bestimmte Zielgruppen deutlich besser oder schlechter abschneiden, kannst du:
Gerade wenn deine Zielgruppe sehr klar ist, kann das ein sinnvoller Optimierungshebel sein.
Remarketing gehört nach wie vor zu den stärksten Möglichkeiten in Google Ads.
Denn damit sprichst du Nutzer erneut an, die deine Website bereits besucht haben.
Und genau diese Zielgruppen konvertieren oft deutlich besser als komplett neue Nutzer.
Besonders spannend ist Remarketing zum Beispiel für:
Wenn du Remarketing bisher gar nicht nutzt, lässt du oft einen sehr starken Hebel liegen.
Keyword Insertion ist eine sehr interessante Funktion in Google Ads.
Damit kann Google automatisch ein passendes Keyword in deine Anzeige einfügen.
Das kann die Relevanz erhöhen und oft auch die Klickrate verbessern.
Wichtig ist aber: Diese Funktion solltest du nur in sauber strukturierten Anzeigengruppen nutzen, in denen alle Keywords wirklich zur Anzeige passen.
Sonst kann der Text schnell unsauber, unlogisch oder sogar riskant werden.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du mit Fremdmarken arbeitest. Dann kann eine automatische Einfügung problematisch werden.
Richtig eingesetzt ist Keyword Insertion aber weiterhin ein sinnvoller Hebel.
Google Ads verändert sich ständig.
Neue Funktionen, neue Kampagnentypen, neue Automatisierungen, neue Assets – und manchmal verschwinden auch alte Funktionen wieder.
Genau deshalb ist es wichtig, dass du am Ball bleibst.
Viele Werbetreibende nutzen Neuerungen viel zu spät oder gar nicht und verschenken dadurch Potenzial.
Wichtig ist aber auch: Nicht jede neue Funktion ist automatisch sinnvoll.
Die richtige Herangehensweise ist deshalb:
Früher waren zum Beispiel ähnliche Zielgruppen ein größeres Thema. Heute spielen stattdessen eigene Daten, Customer Match, Demand Gen, Zielgruppensignale und moderne Automatisierung eine deutlich wichtigere Rolle.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur „irgendwie aktuell“ zu bleiben, sondern Entwicklungen auch richtig zu verstehen.
Viele Google Ads Fehler entstehen nicht, weil ein Konto komplett falsch aufgebaut ist, sondern weil wichtige Grundlagen oder starke Funktionen nicht konsequent genutzt werden.
Oft sind es genau diese Versäumnisse, die später sehr viel Performance kosten.
Wenn du aus diesem Artikel etwas mitnehmen willst, dann vor allem das:
Google Ads wird nicht stark durch einzelne Tricks, sondern durch saubere Grundlagen und konsequente Optimierung.
Und genau dort liegt in vielen Konten noch erstaunlich viel Potenzial.
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Liebe Grüße, Birgit
das freut mich, viel Erfolg!
VG
Christoph
Danke dir und viel Erfolg!
Christoph
da gebe ich dir Recht ;)
Viele Grüße
Christoph
danke dir für das Lob. Hoffe du merkst dann auch positive Effekte ;)
Viele Grüße
Christoph
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